2. Klimatour – Klimaschutz anpacken vom 20.10. bis 01.12.2018

  1. 2. und 3. Station der Klimatour des Bündnisses Klimaschutz Mittelrhein: Besuch des Rohstofftags der Wasserburg Vallendar und Exkursion zum NABU-Beweidungsprojekt Bendorf
    Möglichst CO2frei, also weitgehend mit Rad, E-Mobil und Nahverkehr in unserer Region unterwegs sein und Initiativen und Projekten, die beispielhaft Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz übernehmen, kennenlernen und öffentlich machen, ist eines der Ziele der diesjährigen Klimatour der Bündnisses Klimaschutz Mittelrhein. Dem Bündnis gehören inzwischen 18 Gruppierungen aus dem ökosozialen und kirchlichen Bereich an. Nach dem erfolgreichen Auftakt an der Marktkirche Neuwied radelte die Aktivengruppe weiter durch die „alles andere als radfreundliche“ Innenstadt entlang des nahezu ausgetrockneten Rheines über Engers, Mülhofen, Bendorf zur Wasserburg in Vallendar und später nach Koblenz. „Die teils schlecht ausgebaute und kaum beschilderte Radroute war nicht ungefährlich und müsste durch die drei Städte dringend optimiert werden, wenn man die Verkehrswende ernst nimmt und auch hier die CO2-Belastung zugunsten des Klimas runterdrücken will“, fordert Mitorganisator Egbert Bialk vom BUND. Die positive Ökobilanz des Tages schätzt er so ein: „Rund 40 Kg CO2 haben wir mit unserer Muskelkraft gegenüber einem PKW heute schon eingespart.“
    In Vallendar nahm die Gruppe an einer Podiumsdiskussion der Palottiner-Bildungsstätte Wasserburg zum Thema „Zoff um Stoff“ teil. Vertreter des Klimabündnis aus Frankfurt, von Brot für die Welt und des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerkes ELAN sowie zahlreiche kleine Initiativen zeigten hier auf, wie ausbeuterisch wir Wohlstandsländer bei unserem Rohstoffhunger mit Mensch und Natur in den Ländern des Südens umgehen. Die Folgen sind verheerende Schäden des Natur- und Klimahaushaltes sowie Hunger und Verelendung, Bürgerkriege, Menschenrechtsverletzungen und oft nackte Gewalt, etwa beim Kohleabbau in Kolumbien oder der Regenwaldrodung in Brasilien. Umweltaktivisten und indigene Völker leiden hier besonders. „Schuld sind wir und unsere Maßlosigkeit sowie ein durch und durch ungerechtes und wachstumsfixiertes Wirtschaftssystem, das die Konzerninteressen nicht zügelt. Schon Papst Franziskus hat darum scharf kritisiert, dass diese ‚Wirtschaft tötet‘“, so Helmut Gelhardt von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Engers-Mülhofen KAB. Die KAB ist auch im Klimabündnis Mittelrhein mit vielen Umweltverbänden vernetzt und hatte in der Wasserburg einen Infostand angeboten. Der BUND Koblenz war mit zwei Projekten präsent: Energiesparhelfer und Ökosoziale Beschaffung. Der Projektleiter und Fachpromotor für ökosoziale Beschaffung in der Region Koblenz Achim Trautmann verwies auf Chancen der Vernetzung der Gruppen und einer schrittweisen Veränderung unseres Wirtschaftens hier bei uns: „Wen gehört die Welt? Auch uns VerbraucherInnen und KonsumentInnen natürlich. Wir alle entscheiden täglich darüber, welche Produkte wir konsumieren und wie sie hergestellt werden. Auch die öffentliche Hand kauft ein und muss den Markt nachhaltig verändern. Viele Kommunen sind bereits ‚Fairtrade‘-Städte oder entscheiden sich bewusst für einen ökologischen und sozialverantwortlichen Einkauf! Dies sind notwendige kleine Schritte, die auch beim Klimaschutz helfen.“
    Dritte Station der Klimatour war ein Naturschutzprojekt auf einer ehemaligen Eisenverhüttungs-Halde in Bendorf. Die Altlast der zu Thyssen-Krupp gehörenden ehemaligen Concordiahütte in Bendorf ist hier dank der jahrelangen engagierten Ehrenamtsarbeit des NABU zu einem Naturrefugium geworden. Organisiert von der in Bendorf ansässigen BI gegen das AKW Mülheim-Kärlich führte der örtliche NABU-Vorsitzende Dr. Johannes Leonhard die Klimaschützer über das inzwischen naturschutzfachlich sehr wertvolle Deponiegelände. Sowohl naturnahe Wasserläufe und Schluchtenwälder als auch hochinteressante biodiverse Trockenrasen bieten hier nun nahe der Stadt einen wichtigen Lebensraum für seltene Flora und Fauna. „Dieses Gebiet ist für viele Arten ein wichtiger Trittstein bis hinein in den unteren Westerwald“, erklärt Dr. Leonhard die besondere Bedeutung des Projektes. Damit die Flächen nicht verwalden und ihre biologische Vielfalt behalten, hat der NABU dort Burenziegen und auch einen Esel als natürliche Rasenmäher „angestellt“, die tägliche und arbeitsintensive Versorgung brauchen. „Das Beweidungs-Projekt hat uns sehr beeindruckt. Die Tiere sind natürlich ein echtes Highlight“, so Achim Theisen von den NaturFreunden Kettig. „Es ist aber bedauerlich, dass die staatlichen Stellen eine solch engagierte Natur- und Umweltschutzarbeit der Ehrenamtsverbände nicht stärker wertschätzen, auch finanziell.“
    Nach den Stationen in Neuwied, Vallendar und Bendorf schließen sich am kommenden Wochenende der Besuch des 25-Jahr-Jubiläums von Ökostadt Koblenz am Freitag, 26.10., 18 Uhr, im Dreikönigenhaus und die Teilnahme am Vortrag von Dr. Franz Alt in der Stadthalle Lahnstein mit eigenem Infostand ab 14:30 Uhr an. Informationen und Spendenkoto zu unterstützungswürdigen Klima-Projekten und weiteren Veranstaltungen der Klimatour in Neuwied, Dernbach/WW und Koblenz siehe auf der Homepage des Klimabündnisses klimaschutz-nord.bund-rlp.de oder telefonisch unter 0261-9734539. Für den 1. Dezember ist die Teilnahme an der nächsten Klima-Großdemo in Köln geplant.

Heute wie damals: Herbergssuche


Filmvorführung und Gespräch im Treffpunkt Cafeteria in Kettig am 01.12.2018 um 15.30 Uhr


Besinnlicher Advent. Eine junge Familie sucht verzweifelt eine Wohnung. Sie muss bezahlbar sein, groß genug und nicht zu weit von der Arbeit weg. Bisher wurde keine gefunden, doch eigentlich gibt es noch freien Wohnraum. Wer durch die Straßen der Orte geht, sieht leere Fenster. Die Vermutung liegt nahe, dass so manche Wohnungen leer steht. Und in vielen Häusern in unseren Gemeinden leben oftmals ältere Bürgerinnen und Bürger alleine. Alleine, weil inzwischen die Kinder ihr Elternhaus verlassen haben und vielleicht auch bereits ein Partner verstorben ist.

Mit dieser Situationsbeschreibung ist ein Spannungsfeld skizziert, dem sich die Fachkonferenz Integration des Dekanats Andernach-Bassenheim seit einigen Jahren widmet. Der Fachkonferenz gehört auch eine Vertreterin des Quartiermanagements der Verbandsgemeinde Weißenthurm an. Das Ziel dabei ist, die verschiedenen Bedarfe und Ressourcen überein zu bringen: junge Menschen, Familien und Singles, suchen Wohnraum. Dieser ist heutzutage rar und deswegen teuer. Ältere Menschen verfügen oftmals in ihren Häusern über viel Wohnraum, fühlen sich in ihren großen Häusern aber häufig sehr einsam.

Wie kann es gelingen diese Gruppen und deren Wünsche/Interessen zusammen zu führen? Das fragte man sich in der Fachkonferenz des Dekanats Andernach-Bassenheim. Unterstützt von der aktuellen Jahreskampagne der Caritas: Jeder Mensch braucht ein Zuhause hat man dort eine Menge an Ideen entwickelt. Unter anderem wird das Thema in einer französischen Komödie aus dem Fahr 2016 aufgegriffen.

Der Spielfilm wird am 1.12.2018, um 15 Uhr 30 in der Cafeteria der Förder- und Wohnstätte gezeigt; der Eintritt ist frei.

In höchst unterhaltsamer Weise greift der Film das Thema „Wohngemeinschaft“ auf und zeigt, wie die Mitglieder einer WG voneinander profitieren können. Die jungen Leute haben endlich eine Bleibe und die älteren Menschen überwinden ihre Einsamkeit.

Es gehört natürlich viel Optimismus dazu, sich auf ein solches Wohnprojekt einzulassen, denn am Anfang steht die Frage, was alles passieren kann, wie und ob es weitergeht, wenn das Experiment misslingt? Der Film und mit ihm die Initiatoren des Filmnachmittags wollen Mut machen, wollen den Gedanken in die Wohnquartiere transportieren: Senioren-Singles und ältere Paare, öffnet Eure großen Häuser und lasst junge Familien, Paare, Singles einziehen, bildet Wohngemeinschaften, von denen alle Beteiligte profitieren können!

Solche Wohngemeinschaften können helfen, die allgemeine Wohnungsmisere zu entschärfen. Sie bieten gleichzeitig die Chance, aktiv etwas gegen Vereinsamung zu tun. Es wird eine sehr sinnvolle Struktur neu geschaffen, die in der Vergangenheit auseinander gebrochen ist – die sog. 3-Generationen-Familie, hier nun neu in Form einer Wohngemeinschaft.

Die Naturfreunde Kettig und die Facheinrichtung für Menschen mit Schwerstbehinderung in Kettig gestalten seit Jahren ihren schon traditionellen, besinnlichen Adventsnachmittag stets mit besonderen, oft politisch brisanten Themen. Gerne bieten sie der Fachkonferenz Integration des Dekanats Andernach-Bassenheim und dem Quartiersmanagement der VG Weißenthurm im Treffpunkt Cafeteria der Förder- und Wohnstätte Kettig ein Forum, um mit dem sehenswerten Kinofilm und anschließendem Publikumsgespräch eine zukunftsweisende Idee gemeinsam in die Öffentlichkeit zu tragen.

Es sind alle Menschen eingeladen, die sich am Vortag zum 1. Advent mit der Vision einer zusammenwachsenden lebenswerten Wohnwelt verschiedenster Interessengruppen beschäftigen wollen. Anschauen kostet nichts! Ideen verändern die Welt! In der adventlich gestalteten Cafeteria können die Gäste des Nachmittags bei weihnachtlichem Rahmenprogramm, adventlichem Gebäck, Kaffee, Tee, Glühwein und Punsch einen sicherlich hochinteressanten Nachmittag erleben. Aus Gründen der Platzplanung bitten die Organisatoren um eine Voranmeldung unter der Telefonnummer: 02637 / 9435-150 oder per Mail: info@fws-kettig.de oder bei den Naturfreunden Kettig: 02637 / 8914 oder per Mail: naturfreunde-kettig@gmx.de.

Autobahnweiterbau der A1 in der Eifel jetzt stoppen! –

Liebe Freundinnen und Freunde der Erde, liebe Naturfreunde,

Der Weiterbau der Autobahn A1 wird ein Naturschutzgebiet und Wasserschutzgebiet zerschneiden und zerstören. Wir möchten dieses verhindern. Deshalb folgt hier die BUND-Pressemitteilung vom 7. August 2018 zu Eurer weiteren Information:

BUND: Autobahnweiterbau der A1 in der Eifel jetzt stoppen! – Einwendungen abgeben

Zahlreiche Umweltverbände bereiten fachliche Einwendungen vor und organisieren den Widerstand gegen Naturzerstörung und Ankurbelung des Autoverkehrs.

Eine Weile war es ruhig geworden um die A1 in der Eifel. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hatte der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz in den Sommerferien das Planfeststellungsverfahren des Abschnittes Kelberg-Adenau eröffnet und die Planunterlagen formal veröffentlicht. Rückendeckung erhielten die Straßenplaner aus Berlin. Im jüngsten Bundesverkehrswegeplan hatte man den sog. „Lückenschluss“ sogar in den vordringlichen Bedarf hochgestuft, was bei Wirtschaftsvertretern als Durchbruch gefeiert wurde.

Diese Pläne könnten aber bald Makulatur sein; denn zahlreiche Umweltverbände sind derzeit dabei, fachlich und juristisch fundierte Einwendungen zu erarbeiten und den Widerstand vor Ort neu zu mobilisieren. Bis zum 24. September sollen sie bei der Genehmigungsbehörde eingebracht und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Darin werden seitens des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes NABU erhebliche Bedenken geäußert. Diese reichen von der unausgleichbaren Zerstörung von Vogelschutz- und FFH-Gebieten, alten Wäldern, der Gefährdung von Trink-und Mineralwasserbrunnen und natürlicher Bachläufe sowie der Verlärmung stiller, touristisch wichtiger Erholungsregionen und bislang ruhiger Ortslagen bis hin zu verfahrensrechtlichen Fehlern, wie fehlende hinreichende Prüfung der Nullvariante und verträglicher, kleinerer Alternativen.

„Die der Planung zugrunde liegenden Verkehrsprognosen sind fehlerhaft, überaltert und völlig überzogen“, so BUND-Landesvorstandsmitglied Egbert Bialk aus Koblenz. „Der Niedergang des Nürburgrings und des Flugplatzes Hahn sowie der Bevölkerungsschwund in der Eifel werden ignoriert, man rechnet sogar mit einer Zunahme des Autoverkehrs und ködert die Bevölkerung mit der Darstellung, die Autobahn würde als Ortsumgehung gegen Schwerverkehr funktionieren. Das Gegenteil wird der Fall sein.

Wer Straßen sät, wird Autoverkehr ernten

Und selbst wenn irgendwann einmal eine durchgehende Autobahn-Verbindung von Daun bis Blankenheim gebaut wäre, würden hier noch keine 20 000 Fahrzeuge verkehren. Auf den Haupt-Nord-Südrouten A 61 oder A 3 sind es jeweils dreimal so viel. Eine leistungsfähige Fernstraßen-Verbindung zwischen Köln und Trier besteht bereits mit der B 51 und A 60. Es gibt für PKW und LKW keine Lücke. Diese ideologischen und strategischen Pläne aus den dreisiger Jahren des letzen Jahrhunderts sollte man endlich beerdigen und dafür die B 51 zur A 1 umwidmen und dazu örtlich teilweise optimieren.

„Was fehlt sei die Ertüchtigung der Bahnstrecke Köln-Gerolstein-Trier und der Ausbau eines attraktiven modernen Nahverkehrs in der Fläche. Dies entlastet die Landstraßen und die Luft, schont das Klima und kostet nur einen Bruchteil der Autobahn-Millionen. Diese Forderung wird auch unterstützt vom Landesverband des Verkehrsclub Deutschland VCD und dem neu gegründeten Bündnis für Verkehrswende nördliches Rheinland-Pfalz.

Und auch in Nordrhein-Westfalen kommen die Straßenplaner keinen Schritt weiter. Nach erheblichen Bedenken der Verbände und zahlreicher Bürger wurde das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt Blankenheim-Lommersdorf auf Eis gelegt und die Trasse zwischen Lommersdorf und Adenau ganz neu geplant, teils sogar mit teuren Tunneln. Der Widerstand der Umweltverbände in NRW bleibt dennoch. BUND und NABU wollen sich den Einwendungen ihrer Kollegen aus Rheinland-Pfalz vollumfänglich anschließen.

Nähere Informationen und eine Mustereinwendung zum selbst Abgeben finden
alle Bürgerinnen und Bürger unter www.bund-rlp.de/A1

der über die Landesgeschäftsstelle des BUND.

Für Rückfragen:

Egbert Bialk, Regionalbeauftragter im Landesvorstand:

01578 6257149 oder 0261 94249638

Michael Ullrich, Landesgeschäftsstelle: 06131-62706-22

Mit freundlichen Grüßen
Michael Ullrich

Einladung zu Privaten Pilzwanderungen im Namen der NaturFreunde Kettig

Noch ein paar kräftige Regengüsse und im Wald werden die Pilze aus dem Boden schießen. Das Myzel in Boden und Bäumen ist schon bereit. Ein paar leckere Mahlzeiten aus jungem Schwefelporling und Pfifferlingen hat der Pilzkenner schon jetzt genießen können. Diese Nähe zur Natur will der schon 123 Jahre alte, inzwischen internationale Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport & Kultur, der Naturfreunde Deutschlands, auch weiterhin fördern. Die Ortsgruppe Kettig „Naturfreunde Kettig“ will dieses Jahr einmal neue Wege bei den traditionellen Pilzführungen gehen. Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Es wird keine „Großveranstaltungen“ mehr geben, sondern Stephanie Shirazi hat sich bereit erklärt, auf ihren nahezu täglichen Waldwanderungen Pilzinteressierte auf privater Basis, aber im Namen der Naturfreunde mitzunehmen. Dies hat viele Vorteile: Man kann sich erstens nach eigener Laune, Wetter und Pilzlage richten. So kann es nicht mehr passieren, dass wir im knochentrockenen Wald stehen und an dem Tag mit leerem Korb heimgehen. Zweitens ist eine gründliche Vermittlung von Wissen in den zuletzt erreichten Gruppengrößen nicht mehr möglich. Pilze sind zu gefährlich, als dass man die Gefahr von Missverständnissen oder Unklarheiten eingehen sollte. So wurde z.B. zwar im letzten Jahr wegen des Massenvorkommens des Nebelgrauen Trichterlings etliche Male wiederholt, dass man diesen und andere Pilze erst in kleiner Menge auf individuelle Verträglichkeit prüfen sollte, doch ist diese Warnung offenbar trotzdem an dem ein oder anderen vorbeigegangen. Auch kann bei persönlicher Begleitung sofort gestoppt werden, wenn trotz eindringlicher Warnung nach so etwas wie dem Knollenblätterpilz gegriffen wird. Drittens können die Interessierten in ihren bevorzugten Wäldern die Pilzlage beobachten und dann gezielt für ihr eigenes Gebiet nachfragen.

Stephanie Shirazi ist mit der Pilzsuche aufgewachsen, hat aber keine staatliche Ausbildung oder Prüfung in Pilzkunde. Solche versierten Fachleute gibt es in unser Gegend auch einige. Man kann diese über die „Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V.“ finden.

Wer an einer Wanderung mit der Pilzfreundin Shirazi interessiert ist, der Kontakt wird vermittelt unter 02637 8914 oder naturfreunde-kettig@gmx.de.

vielen Dank
mit freundlichen Grüßen

Ihre NaturFreunde Kettig

Ein Segen für die Natur- und Insektenwelt in Andernach

In der Reihe der Heimatkundlichen Führungen sind die Kettiger Naturfreunde
diesmal in die Nachbarstadt Andernach gereist.

Die geführte Wanderung die am Gysirzentrum am Rhein begann, drehte sich um das Bundesweite Vorzeigeprojekt „Essbare Stadt“ das in Andernach seit 2010 umgesetzt wird. Inzwischen sind es über 140 solcher Essbaren Städte in Deutschland.

In Andernach werden Grünflächen mit essbaren Pflanzen wie Mandeln, Pfirsich, Mispeln bepflanzt, die von der Bevölkerung frei geerntet werden können. Andernach erhielt als Essbare Stadt für dieses Konzept verschiedene Auszeichnungen, erstmals 2010 bei der ersten Teilnahme der Stadt am Bundeswettbewerb „Entente Florale – Unsere Stadt blüht auf“.

Essbare Stadt nennen sich eine Reihe von Projekten für die Nutzung zum Anbau von Lebensmitteln. Die Lebensmittel können dabei sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein. Da die Anbauflächen anders als auf dem Land meist sehr begrenzt sind, umfassen die Aktivitäten im Rahmen der Essbaren Stadt vielfach auch vertikale Elemente wie die Nutzung von Balkonen, Wänden oder Dachflächen. Der Platzmangel macht es notwendig, die Flächen mehrfach genutzt zu bewirtschaften. So sind mit dem Nahrungsmittelanbau oft auch Aktivitäten der Freizeitgestaltung und der Landschaftsgestaltung verbunden. So werden Teile von Freizeitflächen wie Fußgängerzonen, Parks und Spielplätze mit essbaren Pflanzen bepflanzt. Diese sind öffentlich zugänglich und dürfen von allen Nutzern dieser Flächen beerntet werden.

Des weiteren wird eine kontraproduktive und Insektenfeindliche radikale Mähkultur vermieden indem viele brache Rasenflächen zu Kräuterwiesen umgestaltet wurden und somit das Biologische Gleichgewicht wieder herstellt wird.

Mit dem Anbau werden Ansätze zur Bildung und Inklusion von Bevölkerungsgruppen erhofft. Die Projekte einer Essbaren Stadt haben daher häufig gesellschaftspolitische und soziale Ziele, die mit der Lebensmittelproduktion verbunden werden.

Das Konzept der Essbaren Stadt in Andernach basiert auf den Prinzipien der Permakultur in Andernach Eich wo auch die Vorgepflanzten Pflanzen und Gemüsearten herkommen.

Alles in allem ein Projekt was Mensch und Natur nützt und in Zeiten des Insekten und Bienensterbens (Klimawandel) in allem Städten und Gemeinden Schule machen sollte.

Projekt „Stärkenberatung“ aus Ludwigshafen besucht Kettig & Leutesdorf

Mehr Unterstützung des Landesverbandes für die Naturfreunde Ortsgruppen aus Kettig und Leutesdorf vereinbart

Die NaturFreunde Deutschlands sind ein Umweltschutzverband der seit seiner Gründung
in Wien 1895 in vielen Bereichen aktiv sich für die Natur, sanften Tourismus Sport und Kultur einsetzt. Aber auch in Heimatkundlichen oder sozialen Bereichen sind die Naturfreunde sehr engagiert.

In Rheinland Pfalz gibt es knapp 40 Ortsgruppen mit über 4000 Mitgliedern. Alle OGs haben zunehmend Probleme ihre Vereinstätigkeiten entsprechend zu gestalten und zu planen.
Zwei Ortsgruppen der Naturfreunde sind im nördlichen Rheinland Pfalz beheimatet. Leutesdorf mit der Edmundshütte gegenüber dem Geysir und Kettig.
Alle anderen Ortsgruppen sind großteils in der Pfalz zu Hause.
Wegen den oft personellen und organisatorischen Problemen vieler Ortsgruppen hat sich das Projekt Stärkenberatung vom Landesverband der Naturfreunde Rheinland-Pfalz zur Aufgabe gemacht die einzelnen OGs vor Ort zu besuchen und sich mit ihnen auszutauschen zu beraten und evtl. Tipps zur Verbesserung der Vereinsarbeit zu geben.
In Kettig trafen sich aus diesem Anlass Zwei Vertreter des Projektteam Stärkenberater,
und Vorstandsmitglieder der beiden OGs Kettig und Leutesdorf.

Bei der Sitzung stellten sich sowohl das Projektteam Steffi Gora und Johannes Dörr vom Naturfreunde Landesverband RLP als auch die Vertreter des Kettiger Naturfreunde mit Oliver Hartmann als Vorsitzender, Silvia Nesseler Kassiererin, Jasminka Strempel Stellv. Vorsitzende und Elisabeth Mohrs als aktives Mitglied den beiden Gästen vor. Für die Naturfreunde aus Leutesdorf ist von der anderen Rheinseite der Kassierer Rene Otten nach Kettig gekommen.
Besprochen wurden wie zum Beispiel der Anteil der Mitglieder an Veranstaltungen gesteigert werden kann oder wie man Nicht Mitglieder zur Mitgliedschaft bewegen kann ohne sie zu bedrängen. Auch schlecht laufende Veranstaltungen wieder zu beleben oder die Mitgliedsbeiträge für sozial schwache anzupassen, war ein interessantes und viel diskutiertes Thema bei dem Austausch von Landesverband und den beiden Ortsgruppen.
Grundsätzlich aber so das Fazit sind beide Ortsgruppen Kettig und Leutesdorf mit
der gegenwärtigen Entwicklung zufrieden, beide verzeichnen in den letzten Jahren
einen Mitgliederzuwachs. Eine vor mehreren Jahren drohende Auflösung der OG Leutesdorf konnte abgewendet werden und es wurde wieder eine engere Kooperation der in den letzten Jahren eingeschlafenen Freundschaft zw. Leutesdorf und Kettig vereinbart.
Für die Kettiger hat sich besonders die intensive Venetzung und Kooperation mit anderen Vereinen und Organisationen (z.B. Bündnis Klimaschutz Mittelrhein) als Überlebensstrategie und Erfolgsfaktor bewährt. Bei den Leutesdorfern ist sicher die erfolgreiche Verpachtung ihrer gut-gehenden Naturfreunde Hütte ausgezahlt. Auch Personell in den Vorständen sind beide zur Zeit gut aufgestellt und zufrieden.

Mit dem Stärkenberater-Team Steffi und Johannes wurde vereinbart sich regelmäßig zu treffen, sich weiter auszutauschen, zu informieren über andere Ortsgruppen mit ähnlichen
Problemen und Ideen zu alternativen Herangehensweise oder Veranstaltungen entsprechend weiter zu geben.

Zum Abschluss des sehr informativen Treffens der Naturfreunde aus dem Landesverband in Ludwigshafen und den beiden OGs Leutesdorf und Kettig entspannte man sich am Rhein bei einem guten Essen.

Kinder hatten viel Spaß auf Ponyranch

Bereits zum 3 mal veranstaltete die Kommunale Jugendarbeit „Thats it“ und die NaturFreunde Kettig einen Tag für und mit Kindern.

Dieses Mal wurde bei wunderschönen Wetter den 20 Kindern aus der gesamten Verbandsgemeinde ein Tag mit Pferden auf der Ponyranch Müller in Kettig ermöglicht.

Am Morgen konnten trafen sich alle kleinen Teilnehmer mit Janka Löhr von der Verbandsgemeinde und Oliver Hartmann von den Naturfreunden Kettig im Kids Treff. Dort startete der eindrucksvolle Tag mit einer tollen Bastelaktion. Jedes Kind gestaltete sich einen persönlichen Holzbilderahmen und verzierte ihn mit schönen Naturmaterialien.
Nach einer kulinarischen Stärkung ging es dann gegen Mittag zu den Ponys am Ortsrand von Kettig.
Dort wurden die kleinen Pony und Pferdeliebhaber von der Reittherapeutin und Pferdekennerin Anja Müller und ihrer Tochter Julia herzlich begrüßt.

Beide konnten den Kindern in einer kleinen theoretischen Einführung viele interessante Dinge rund ums Pferd beibringen und mussten viele interessierte Fragen beantworten.
Zum Beispiel konnte man erfahren wo der Unterschied zwischen einem Pony und einem Pferd ist, dies so Frau Müller, misst man an der Höhe des Widerrist des Pferdes was bei Ponys unter 148 cm sein muss.
Auch verschiedene Futtersorten wurden anschaulich erklärt aber auch die verschiedenen Rassen konnten die Kinder an Modell Figuren anschaulich lernen.

Dann ging es endlich zu den Pferden bzw Ponys. Filou, Sando, Nero oder Flip ließen geduldig und völlig ruhig alles über sich ergehen was viele Kinder an 4 Ponys üben durften. Mit dem Pferdeknoten ging es los, über das striegeln und putzen der Ponys bis hin zum Hufe auskratzen und einfetten.

Das größte Ereignis war dann für alle sicher der Reitausflug der durch die Kettiger Straßen ging. Immer im Wechsel dufte jedes Kind mehrmals im Sattel sitzen und reiten.

Am Schluss des erlebnisreichen Tages erhielt jedes Kind: Eine Urkunde zur Teilnahme am Pony-erlebnisstag, ein Pony – Diplom, sowie ein persönliches Porträt von sich und seinem Pferd welches in ihre selbstgestalteten Rahmen eingefügt wurden. Die Veranstalter der VG Weißenthurm und NaturFreunde Kettig bedankten sich bei allen Helferinnen die die Kinder betreut und die Ponys geführt haben. Aufgrund der großen Anfrage wurde bereits ein Zweiter Tag im Herbst vereinbart.

Fast 20 Vogelarten im Kettiger Bachtal gehört

Bei schönem Wetter trafen sich in aller Frühe um 04.00 Uhr ca. 20 Interessierte Menschen um sich in der Natur die Vielfalt an Vögeln mit der Vogelliebhaberin Anja Müller und dem Vorsitzenden der Kettiger Naturfreunde Oliver Hartmann anzuhören und zu sehen. Alle gingen davon aus, dass es deutlich weniger Vogelarten an diesem Morgen zu hören waren, alle meinten, zu Pfingsten machen sich nur wenige interessierte Menschen früh morgens um 4 Uhr auf den Weg, um in der Morgendämmerung Vögel bestimmen oder genießen zu können, alle waren überrascht von den Dingen, die sich dann zum Guten gewendet hatten!
Der Pfingst-Vogel-Spaziergang war von den Naturfreunden Kettig organisiert, von Anja Müller geleitet, und wieder ein überraschend schönes Erlebnis.
Immerhin hörten und sahen 20 Natur- und Tierliebhaber an diesem besonderen Morgen und dem zarten erwachen der Natur und Tierwelt nach anfänglich entfernten Rufen der Amsel dann im Laufe der kommenden 2,5 Stunden immerhin fast 20 Vogelarten! Nach dem etwas schüchternen Gesang von den sich stets wiederholenden Singdrosseln, vereinzelt singenden Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke entstand bei einer sich zaghaften rosarot sich ankündigen Sonne ein immer kraftvoller werdendes Vogelkonzert, dann in voller Stärke. Dabei ist es nicht leicht, einzelne Vogelarten herauszufiltern und zu bestimmen. Erstaunlich war der Artenreichtum bei unseren geliebten Singvögeln. So erfreuten uns ein Pirol und Zaunkönige, auch frei sichtbar singend in Buchfinken und Goldammern. Auch Fasane, Kleiber, Blaumeise und der Zilpzalp gaben sich zu erkennen. Es entstanden viele Fragen und ein lebhaftes Interesse.
Zum Abschied durch ein von der stellvertretenden Vorsitzenden des Naturfreunde, Jasminka Strempel und Elisabeth Mohrs liebevoll vorbereitetes Frühstück in der Cafeteria der Förder- und Wohnstätte, hieß es dann nur noch: „Bis zum nächstes Jahr und Berg Frei!“

Naturschützer warnen vor zuviel Einsatz von Glyphosat u.a.

Insektensterben (Bienensterben) nimmt dramatische Ausmaße an!

Naturschützer warnen vor zuviel Einsatz von Glyphosat (Pestiziden usw.) in Obstplantagen und Vorgärten die zu „Steinwüsten“ verwandelt werden.

Die Naturfreunde Kettig sind sehr besorgt über die rückläufige Entwicklung der Insektenpopulationen und speziell der Wildbienen.
Wie in diesem Jahr wieder deutlich zu beobachten haben sich bei der Obstblüte nur geringe Mengen an Bestäubern (Bienen/Hummeln) eingefunden.
Viele Obstbauern steuern dieser negativen Entwicklung durch das Aufstellen von Bienenvölkern in ihren Plantagen entgegen. Wie sich dies jedoch mit dem Insektizideinsatz vereinbaren lässt ist allerdings ein Rätsel.
Die Lebensräume der Insekten und die Nahrungsgrundlage für die vielen Wildbienenarten ( über 500 in Deutschland) werden immer geringer.
Auf den Obstplantagen sehen wir unter den Bäumen braune Ödflächen die durch den Einsatz von Glyphosat (Round up) herbeigeführt werden.
Feld- und Zaunränder ebenso.

Leider werden im privaten Bereich auch diese Mittel bedenkenlos verwendet Vorgärten verwandeln sich zunehmend in Geröllhalden und Steinwüsten.
Zum Glück gibt es noch Grünflächen die von dieser Entwicklung verschont bleiben. Sie würden Oasen der Vielfalt darstellen können, wenn nicht zur ungünstigsten Zeit – wenn alles blüht und summt – der Rasenmäher des beauftragten Gartenbetriebes alles abmäht!!

Für die Naturfreunde besteht hier ein dringender Handlungsbedarf sich Gedanken zu machen wie man dieser Entwicklung entgegenwirken kann.
Die Naturfreunde fordern daher von den zuständigen Städten und Ortsgemeinden eine naturverträglichere Bewirtschaftung und Pflege öffentlicher Grünflächen.
Die Bewirtschaftung von Grünflächen zur ökologischen Aufwertung erfordert einabgestimmtes Mähmanagement. Oft ist es ausreichend, einmal jährlich zu mähen.

Durch zu hohem Nährstoffgehalt des Bodens ist oft auch eine 2-schürige Mahd erforderlich da der Aufwuchs ansonsten zu hoch wird.
Die extensive Bewirtschaftung öffentlicher Grünflächen ist zudem sicherlich kostengünstiger. Wichtiger ist es jedoch dass die Gemeinde hier ein positives Beispiel zum Naturschutz gibt und einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität leistet.
Die Naturfreunde Kettig sind gerne bereit mit Rat und Tat behilflich zu sein
um ein wenig mehr Naturverständnis in der Bevölkerung zu bewirken.
Die Pflege der 12000 qm großen Streuobstwiesen in Kettig zum Erhalt der Biologischen Vielfalt und der alten regional – typischen Hochstamm Obstbäume sind hier positiv zu erwähnen. Die Art und Weise der Unternutzung der Streuobstwiesen ist für die Entwicklung einer artenreichen Pflanzen- und Tierlebensgemeinschaft besonders wichtig.
Günstig wirken sich extensiv gepflegte Wiesen aus, auf denen sich bis zu 3.000 Tierarten, besonders Insekten, nachweisen lassen.
Eine extensive Bewirtschaftung einer Streuobstwiese bedeutet:
Kein Pestizideinsatz (keine Fungizide, keine Insektizide), keine Herbizideinsatz (Unkraut- oder besser Wildkräutervernichtungsmittel), einmalige Mahd nach der Wildkräuterblühte, Beseitigung des Mähgutes, kein Düngemitteleinsatz.
Unsere Kräuter, Vogelstimmen- und Pilzwanderungen führen wir hier gerne als weitere Beispiele auf.

2. Kräuterwanderung in Kettig fand großes Interesse

Bei der 2. Kräuterwanderung unter der Leitung von Kräuterpädagogin Frau
Katharina Kindgen von der NABU trafen sich im Landschaftsschutzgebiet Kettiger Bachtal über 30 Interessierte Natur und Kräuterfreunde. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Kettiger Naturfreunde Oliver Hartmann, konnte Frau Kindgen den Teilnehmern nach einer kleinen theoretischen Einleitung eine Vielzahl von Kräutern auf der Kurzen Strecke am Ortsrand von Kettig zeigen. Vorbei an der Streuobstwiese am Keudelsweg mit vielen Gänseblümchen welche zu den Korbblütengewächs gehören und essbar sind. Auch die Vogelmiere gibt es das ganze Jahr und ist sehr gesund. Sie hilft bei Hautentzündungen und beruhigt die Haut. Doch Vorsicht ist geboten so Frau Kindgen, nur wenn sie Weiß blühen, sind es die richtigen. Wenn sie nicht blühen oder gar in Rot sind es Finger-Weg Pflanzen und können durchaus giftig sein. Die Kräuterexpertin aus dem Westerwald verwies darauf das viele Kräuter und Pflanzenarten essbar sind und grade in früheren Zeiten oft gegessen wurden. Das Kletterlabkraut das an der Haut und Kleidung kleben bleibt, bildet nur bis zur Sommersonnwende Samen und ist auch essbar. Das verwandte Duftlabkraut hingegen ist wegen der intensiven Landwirtschaft und den Pestiziden fast ausgerottet. Der Lerchensporn hingegen ist giftig und gehört zu den Waldpflanzen. Er blüht weiß oder lila. Der Ahornstab zieht mit seinen Urinduft die Fliegen an und sperrt sie 24 Stunden in seiner Blüte ein bevor er sie dann weiter fliegen lässt. Das Hungerblümchen ist gut gegen Schmerzen im Rücken oder Arme und Beine, erklärt die Kräuterexpertin aus dem Westerwald. Essbar sind auch der Weiß und Schwarzdorn. Wiesenbärenklau wird häufig als Hasenfutter verwendet.
Weiter über die Elmar-Hillesheim Wiese trug Frau Kindgen bei den Kräuterfreunden zwischendurch heitere Gedichte von Heinz Erhardt vor was zur allgemeinen Aufheiterung beitrug. Auch der Wilde Hopfen, dem nachgesagt wird das Sexuelle Verlangen zu vermindern, und dieser somit oft in Klöstern verwand wurde zum Bier brauen wurde am Wegesrand gefunden. Frau Kindgen informierte die sehr interessierten Teilnehmer darüber das um 1 Kg Honig zu bekommen eine Biene 125000 Blumen anfliegen muss mit 25 Millionen Einzelblüten. Die Biene sei das wichtigste Insekt/ Tier der Erde, wenn sie ausstirbt – stirbt etwas später auch der Mensch, so die Kräuterbiologin. Frau Kindgen hätte noch viele weitere Kräuter auf dem recht kurzen Stück zw. Anne Frank Schule und Elmar Hillesheim Wiese zeigen und erklären können, doch aus zeitlichen Gründen musste man zum Abschluss kommen. Herr Hartmann bedankte sich bei der Expertin Frau Kindgen für ihre sehr informative und höchst Interessante Einführung in die sehr vielfältige und schöne Welt der Kräutern und Pflanzen die leider oft als „Unkraut“ verunglimpft werden.
Herr Hartmann verwies auf die nächste Kräuterexpedition der Naturfreunde am 21. Juli auf der Schmidtenhöhe in Koblenz dass die NABU als offene Weidenlandschaft bewirtschaftet und pflegt.