Pilzwanderung am 25. September 2016 am Laacher See

Zu warm und trocken für Pilze

Bei der traditionellen Pilzwanderung der Kettiger Naturfreunde erstmalig am Laacher See wurden in diesem Jahr kaum Pilze gefunden. Grade mal eine Hand voll konnte die Gruppe Pilzliebhaber unter bewährter Führung von Frau Stephanie Shirazi entdecken. Ca 20 Teilnehmer trafen sich am frühen Morgen am Naturfreundehaus am Laacher See,
und wurden von der Naturfreundin und Pilzkennerin Frau Shirazi und dem Vorsitzenden der Kettiger Naturfreunde Oliver Hartmann begrüßt.
Beim gemeinsamen Spaziergang durch den umliegenden Wald wurden dann doch, trotz sehr pessimistischer Voraussagen, das ein oder andere Objekt gefunden. Die fleißigen Sammler hatten grade mal eine Hand voll vorzuweisen um sie der Pilzliebhaberin zur Begutachtung vorzulegen.
Frau Shirazi gab zur Einführung für „Anfänger“ wie all die Jahre den interessierten Pilzfreunden eine theoretische Einleitung mit
guten Tipps und Ratschlägen zu den Pilzen. Die Tochter von Bruno Wörnle erklärte wie man sie erkennt,wo man suchen muss um bestimmte Arten zu finden. So gibt es nur eine Regel beim Pilze sammeln – dass es eben keine Regeln gibt, so erklärte Stephanie Shirazi dies den Pilzfreunden. Faustregel: Einen Pilz den man nicht 100% bestimmen oder Erkennen kann lässt man dort wo er ist. Ein kleine Fehleinschätzung und Bestimmung kann ein böses Ende nehmen. Ein paar giftige Exemplare wie den „Gewöhnlicher Kartoffelbovist“, der „grünblättriger Schwefelkopf“ waren auch dabei. Der giftigste jedoch von allen ist der „Gelbe Knollenblätterpilz“ der bisher jedes Jahr gefunden wurde, wo selbst vor dessen Berührung dringend von der Pilzkennerin gewarnt wurde. In diesem Jahr so freute sich Frau Shirazi landete der äußerst giftige Geselle in keinem der Spankörben.
Vom „Schwefelporling“, „Netzstieliger Hexenpilz“ oder den „Zunderschwamm und Bilkenporling“, habe man nichts zu befürchten, die sind alle Essbar so die Pilzexpertin aus Engers die seit ihrer Kindheit mit ihrem Vater im Wald Pilze sammeln war.
Am Schluss bedankte sich die Leiterin der Pilzwanderung Frau Shirazi im Namen der NaturFreunde Kettig bei allen Teilnehmern.