25 alte Platanen am Rheinufer wurden gefällt

Die 25 Platanen am Weißenthurmer Rheinufer sind seit einigen Wochen Geschichte.
Die Kettiger Naturfreunde hatten gemeinsam mit einigen Bürgerinnen und Bürgern aus Weißenthurm, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden 2 Jahre vergeblich versucht den alten Baumbestand vor dem abholzen zu retten. Leider scheiterte diese Vorhaben weil niemend in Weißenthurm bereit war ein Bürgerbegehren einzuleiten.
Auch wurde in der Presse sehr einseitig über die Bäume in der Vergangenheit seitens der Stadt Weißenthurm berichtet. Dort wird der Eindruck vermittelt die Bäume seien alt und krank gewesen und nicht sanierbar. Dies ist nachweislich laut einem Gutachten von 2013 eine falsche Darstellung. Laut diesem Gutachten befanden diese sich in ihrer Vitalität in einem guten bis zufriedenstellenden Zustand. Die aufgeführten Schäden an den Bäumen sind in der Hauptsache auf falsche und nicht fachgerechte Pflege zurück zu führen, so der Gutachter.
Natürliche Lebensräume für div. Tiere wie Vögel oder Fledermäuse gab es nur in den alten Bäumen die bereits Löscher oder Höhlungen von abgebrochenen Ästen aufgewiesen hatten. Es wird weiter darauf verwiesen das diese Schäden mit hinnehmbaren Aufwand beseitigt und wieder zu beheben gewesen wären. Einige Bäume befanden sich sogar in einem guten Zustand mit nachhaltig positiver Entwicklungsperspektive. Im Kostenvergleich ist eine komplette Fällung aller 25 Platanen und deren Neuanpflanzung in jedem Fall teurer als die vorhandenen Bäume zu sanieren und zu erhalten.
Die Begründung die Bäume seien inzwischen zu alt können wir nicht nachvollziehen, da Platanen nachweislich bis zu 250 Jahre alt werden können.
Bei einer Nachbepflanzung durch junge Bäume sind diese Voraussetzungen für die Tiere nicht gegeben. Somit zerstört man deren Lebensraum für sehr lange Zeit manchmal gar unwiderruflich. Diese alten Platanen bildeten ihr eigenes Ökosystem und waren Brutstätten vieler Tierarten. Des weiteren weisen wir drauf hin, das es laut Gutachten keinerlei Sicherheitsbedenken gab. Der alte Baumbestand prägte das Ufer maßgeblich positiv. Ebenfalls wird zu bedenken gegeben, dass eine Bezuschussung vom Land für die Umgestaltung erfolgt, jedoch gibt’s kein Geld die Bäume zu sanieren, bzw. fachgerecht zu schneiden. Es scheint so als ob die Prioritäten nicht bei der Verschönerung der Stadt liegen, sondern es sich nur um den Zuschuss dreht. Das Geld hätte man sicher an anderen Stellen der Stadt sinnvoller zur Neugestaltung einsetzen können. Alles zusammen haben die Stadtplaner diese seit Jahren vorliegenden Anliegen, Argumente und gesammelten Unterschriften der Bürger von Weißenthurm nicht weiter beachtet und ihr Projekt ohne Kompromisse durchgesetzt.

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