Jasminka Strempel zum Neujahrsempfang beim Bundespräsidenten eingeladen

Seit der Flüchtlingswelle 2015 ist Jasminka Strempel als Dolmetscherin für die Balkanstaaten aktiv. Anfang 2016 wurde die 54 Jährige dann Mitglied bei den Naturfreunden in Kettig und als Flüchtlingsbeauftragte, die Flüchtlings Hilfe unter ihrer Leitung immer öfter begonnen hat.
Die gebürtige Kroatin lebt seit ihrem 6 Lebensjahr in Deutschland und spricht fließend Serbo-Kroatisch.
Die Naturfreunde sind seit 1991 nicht nur im Natur oder Heimatschutz aktiv, sondern grade in den letzten Jahren immer mehr im Sozialen Bereich. Menschen in Not, die denen es nicht so gut geht wie uns, die die am Rande der Gesellschaft leben, oft ausgegrenzt oder vergessen, denen zu helfen ist einer der wichtigsten Aufgaben denen sich die Naturfreunde und allen voran Frau Strempel in der Vereinsarbeit Tag für Tag stellen. Unter anderem auch seit vielen Jahren mit Schwerstbehinderten der FWS Kettig mit denen es viele gemeinsamem Projekte und Veranstaltungen gibt.

Jasminka Strempel zeichnet sich durch ihr großes Herz für all diese Menschen, in Not die zu uns gekommen sind aus. Aufopferungsvoll, sich selbst immer im Hintergrund hat Sie vieles für die Flüchtlinge erreicht. Teils auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit.
Anfänglich wurden Sachspenden gesammelt, das nötigste wie Kleidung, Möbel, Bettwäsche, Töpfe, Geschirr, Besteck und vieles mehr. Sie ging mit den Flüchtlingen aus Bosnien, Mazedonien oder Serbien zu den Behörden. Ausländeramt, Caritas, Sozialamt, Schulen, Kindergärten, Ordnungsamt, Ärzten, und Rechtsanwälten. Begleitete Sie zum Verwaltungsgericht bei Asylverfahren oder macht ihnen durch Besuche Mut und Hoffnung. Mit Unterstützung der Verbandsgemeinde Weißenthurm und der Gemeinde Kettig wurde eine Infostelle für Flüchtlingsfragen eingerichtet wo sich Afghanen, Syrer, und Flüchtlinge aus dem Balkan trafen. Frau Strempel ist nebenher noch bei der Tafel aktiv.
Im laufe der letzten 2 Jahre hat sich die Flüchtlingslage „entspannt“ viele wurden abgeschoben andere sind weggezogen. Aus der anfänglichen Hilfe sind im laufe der Zeit Freundschaften entstanden, Vertrauen wurde gewonnen. Besonders zu einer Roma Familie aus Serbien die seit 2014 hier leben und ständig Angst haben mussten jederzeit abgeschoben zu werden, da Sie aus einem sogenannten sicheren Drittstaat kommen.
Die Flüchtlingsfamilie der Roma aus Serbien sind hier her geflohen um zu überleben und nicht umgebracht zu werden in ihrem Heimatland hatte sich die Frau zweimal versucht das Leben zu nehmen. In letzter Sekunde wurde sie , von ihrem Mann gerettet.Es ist nicht möglich , dass die Familie in Serbien in Sicherheit leben kann.denn bei dieser Familie handelt es sich um einen extremen Härtefall wo es um Leben und Tod geht.
Die NaturFreunde Kettig sind durch Jasminka Stempel die seit Anfang 2015 in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich aktiv ist. Auf die Familie aufmerksam geworden. Nach sehr längerer Zeit hatte die Frau vertrauen gefasst , und berichtet was ihr in ihrem Heimatland passiert ist. Es wurde alles getan was in unserer Macht stand, um der Familie einen so langen Aufenthalt wie möglich in Deutschland, und somit ein sicheres und Menschenwürdiges Leben zu führen, zu ermöglichen. Die Urmitzerin, die nie Aufgegeben hat trotz zwei abgelehnter Asylanträge und mehrerer Ausreisegespräche und Niederlagen, unermüdlich und beharrlich immer einen neuen Weg oder Möglichkeit suchte um dieser Familie zu helfen.
Sollte diese Familie abgeschoben werden , was kurz bevor stand, wäre das für sie der sichere Tod.
Die Frau der Roma Familie ist laut einer Phsyschologin psychisch sehr stark Traumatisiert und hat Selbstmord Gedanken falls sie zurück sollte. Bei der Begutachtung durch das Gesundheitsamt , wurde festgestellt , dass die Frau eine Langzeittherapie braucht , so das die Familie in Deutschland bleiben kann.
Nur durch den unermüdlichen Einsatz, Ihrem großen Herz und Begabung mit Behörden oder Anwälten umzugehen ist es Jasminka Strempel zu verdanken das diese Familie nun eine Zukunft hat, die Kinder zur Schule gehen können, und nicht zwangsverheiratet oder missbraucht werden.

Zum Dank und in großer Anerkennung wurde Frau Strempel vom Bundespäsidialamt zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten ins Schloß Bellevue nach Berlin eingeladen.
Auch bei der Mitgliederversammlung der Naturfreunde Kettig am 26. Januar 2019 wird Ihr für ihre
sozialen und Mitmenschlichen Leistungen im Rahmen einer Ehrung unter Teilnahme des Landesverbandes der Naturfreunde Rheinland-Pfalz entsprechend gedankt und Anerkennung ausgesprochen.