Sehr interessanter Gastvortrag bei den NaturFreunden – „Klimawandel und Gesundheit“

Bei der Mitgliederversammlung der NaturFreunde Kettig konnten die Mitglieder den Kettiger Bürgermeister Peter Moskopp – zugleich Mitglied der Ortsgruppe Kettig – und den stellvertretenden Vorsitzenden der NaturFreunde Rheinland-Pfalz Stephan Schenk aus der Pfalz begrüßen.
Peter Moskopp begrüßte die anwesenden Mitglieder herzlich und berichtet von den Vorhaben der Gemeinde in Sachen „Aufforstung“ des Kettiger Waldes, die bei den Anwesenden sehr positiv aufgenommen und spontan die Unterstützung der NaturFreunde zugesagt wurde.
Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit und des Totengedenken stellte Claudia Hartmann für das Vereinsjahr 2019 die Informationen zur Kasse vor (leichter Überschuß in 2019 erwirtschaftet; Kassenbestand auf gutem Niveau).
Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand und die Kasse mit großer Mehrheit entlastet.
Die hieran anschließende Wahl des Vorstandes wurde von Peter Moskopp geleitet.
Folgende Personen wurden in den Vorstand gewählt bzw. wiedergewählt.
Vorsitzender Oliver Hartmann, Stellv. Vorsitzender Ralf Arnold, neuer Schriftführer Achim Theisen, neue Kassiererin Birgit Baunach, 1. Beisitzerin Claudia Hartmann und neuer 2. Beisitzer Patrick Simmer.

In seinen Rückblick konnte der wieder bestätigte Vorsitzende auf ein abwechslungsreiches und interessantes Programm in 2019 zurückblicken. So zum Beispiel die beliebte Kräuterwanderung, die Führung zum Internationalen Frauentag in Koblenz, die Teilnahme an der Klimademo „Zukunft“ in Koblenz, den Naturerlebnistag auf dem Permakulturgelände in Andernach Eich. Die Protestaktion in Büchel gegen Atomraketen und die Führung in der Gedenkstätte KZ Osthofen waren weitere Highlights bei den NaturFreunden aus Kettig 2019.
Auch beim Vernetzungstreffen gegen Rechts vom DGB zeigten die NaturFreunde „Flagge“ und setzten ein weiteres Zeichen gegen populistische und rassistische Bewegungen in Deutschland mit der Teilnahme der Anti Rechts Demo in Remagen.
Die NaturFreunde unterstützen im Rahmen ihrer Migrationsarbeit aktuell zwei Flüchtlingsfamilien.
Auch auf der Streuobstwiese gab es mehrere Aktionstage im letzten Jahr.

Der stellv. Vorsitzende Ralf Arnold informierte die Anwesenden von den Ergebnissen der Landesdeligiertenkonferenz der NaturFreunde Rheinland-Pfalz in Hochstadt und über die Themen des Vernetzungstreffen der Naturfreunde Südwest in Grötzingen nahe Karlsruhe mit über 200 Teilnehmern. Schwerpunkte beider Treffen waren das Manifest der NaturFreunde zu Umwelt, Klima und sozialem Miteinander sowie die weitere Positionierung und Entwicklung des vom Lobbyismus unabhängigen Verbandes der NaturFreunde Deutschlands.

Oliver Hartmann stellte das vielfältige Programm der Ortsgruppe Kettig für 2020 vor.
Highlights hier: Die musikalische Wanderung mit dem Kirchenchor Kettig über den Streuobstwiesenweg, die historische Ortsführung durch Kettig, die Führung am Goloring. Auch die bekannte Vogelstimmenwanderung und Kräuterwanderung werden 2020 im Programm nicht fehlen.
Unter dem Motto „Das wandern ist des Müller’s Lust“ wird Ralf Arnold als lizenzierter Wanderleiter ab April an jedem 1. Donnerstag im Monat um 10.00 Uhr einen Traumpfad zum mitwandern anbieten. Des Weiteren werden zwei Veranstaltungen „Genußwandern mit Yoga“ angeboten. Die Termine, Treffpunkte sowie weitere Infos zu allen Veranstaltungen werden auf der Internetseite der NaturFreunde Kettig www.naturfreunde-kettig.de rechtzeitig veröffentlicht.

Der Vorsitzende dankte den Vorstandsmitgliedern Ralf Arnold, Achim Theisen und Claudia Hartmann für die Unterstützung und Solidarität im vergangenen Jahr.

Zum Abschluß der Mitgliederversammlung begrüßten die Mitglieder die Referentin zum Thema „Klimawandel und Gesundheit“, Frau Mareike Bernhard aus Koblenz.
Frau Bernard konnte den interessierten Zuhörern sehr anschaulich vermitteln, wie sich die Gesundheit der Menschen in den letzten Jahren durch den immer stärker werdenden Klimawandel bereits negativ verändert hat und noch verändern wird. Auch in Deutschland – so die 30 jährige Ärztin aus Koblenz – erkranken immer mehr Menschen durch immer extremer werdende Wetterbedingungen und sterben auch hierdurch. Vor allem ältere Menschen sowie Menschen mit Allergien oder Herzproblemen sind besonders von den extremen Wetterbedingungen betroffen.
Um den Klimawandel aufzuhalten sei es schon zu spät. Jetzt geht es darum, ihn auf max 1,5 Grad bzw. 2 Grad Erderwärmung zu begrenzen. Das kann zum einen nur geschehen, wenn die politischen Rahmenbedingungen nachhaltig geschaffen werden und dies schnellst möglich. Zum anderen ist ein Umdenk- Prozess bei jedem Einzelnen zu nachhaltigem und Ressourcen schonendem Handeln erforderlich; jeder noch so kleine Schritt hilft in der Summe.
Wir müssen uns vor Augen führen: Die Natur hat die Eiszeit überstanden. Diese wird auch den Klimawandel überstehen! Daher müssen zur Erhaltung unserer Erde als lebenswerten Raum die Prioritäten zwischen Wirtschaft, Mensch und Umwelt neu definiert werden.
Bisher steht das Wirtschaftswachstum, somit auch der Profit, dies bei hohem Ressourcen Aufwand, zu weit vorne. Dies müsse neu definiert werden, um die Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung auch für unsere nachfolgenden Generationen noch erreichen zu können. Jeder einzelne sollte überlegen, wie er zum Klimaschutz beitragen kann und entsprechend handeln, denn wir haben nur die eine Welt – unsere Erde – so Frau Bernard.
Als Dank überreichte Oliver Hartmann Mareike Bernard ein Präsent und bedankte sich – stellvertretend für die Mitglieder – für ihren sehr fundierten und Facettenreichen Vortrag.