Tolle 25 Jahr Feier der NaturFreunde Kettig

Beata Hillesheim geehrt für 25 Jahre Mitgliedschaft

im Rahmen der 25 Jahr Feier der Naturfreunde Kettig im Bürgerhaus Kettig, konnten sich die Naturfreunde über zahlreiche Gäste und Ehrengäste freuen.
Bei der gut besuchten Festveranstaltung waren viele Vertreter der 44 Naturfreunde Ortsgruppen aus Rheinland Pfalz angereist. Auch zahlreiche Ehrengäste, darunter der Schirmherr Landrat Dr. Saftig, wohnten der Jubiläumsfeier bei.
Bei der Begrüßung legte der Vorsitzende Oliver Hartmann vor allem Wert darauf sich bei den viele fleißigen Helfern und Jahrelangen treuen Unterstützern zu bedanken. All die Erfolge des Vereins seien ohne ein solches engagiertes Vorstandsteam und den aktiven Mitgliedern nicht möglich, so der Vorsitzende.
Oliver Hartmann überreichte im Namen der Naturfreunde Kettig dem Gründungsmitglied und Frau vom verstorbenen Vereinsgründer Elmar Hillesheim, Beata Hillesheim die Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft. Er bedankte sich bei Frau Hillesheim für Ihre kompetenten Ratschläge, ihre große Fachkenntnis und Erfahrung im Sozialen und Umweltschutz, denn ohne Ihre engagierte Arbeit und Treue hätten wir die schwere Nachfolgte von Elmar Hillesheim nicht so bewältigen können, so Hartmann.
Dann folgte die Begrüßung der Ehrengäste mit dem Schirmherren Landrat Dr. Alexander Saftig, dem Ortsbürgermeister Peter Moskopp, sowie seinem Kollegen Georg Hollmann von der Verbandsgemeinde Weißenthurm.
Auch der Bundesvorsitzende der Naturfreunde Deutschlands Michael Müller und die Landesvorsitzende der Naturfreunde Rheinland Pfalz Doris Barnett waren zum Jubiläum angereist.
Besondere Freude über ihre Anwesenheit hatten die Naturfreunde bei der Hausband der Förder und Wohnstätte aus Kettig. Sopranistin Sonja Gottlieb aus Idar Oberstein konnte mit ihren Liedern aus der Arbeiter- und Friedensbewegung begeistern genau wie der Liedermacher Manfred Pohlmann aus Neuwied mit Moselfränkischen Stücken aus eigener Feder.
Richtig Stimmung machte der pensionierte Lehrer Hans Wohlgemuth mit Volkstümlichen heiteren Liedern von Reinhard Mey und Freddy Quinn. Auch befreundete Vereine und Organisationen hatte Ihre Infostände aufgebaut um Ihre Verbundenheit zu zeigen. So waren der BUND, die Förder und Wohnstätte Kettig , die Arbeitsgemeinschaft Nette und der VdK Koblenz gekommen.
Durch das Festprogramm führte routiniert und gewohnt humorvoll und locker Hermann Doetsch aus Weißenthurm.
Herr Doetsch konnte bei seinen Ansagen mit seinem Scharm und unnachahmlichen Witz das Publikum begeistern und schnell eine gewisse Anspannung aus der Jubiläumsfeier herausnehmen.
Alle Festredner und Ehrengäste lobten und würdigten die vielfältige Arbeit der Naturfreunde. Dabei wurden die traditionellen Veranstaltungen wie Vogelstimmenwanderung, Pilzwanderung oder Feier zum Frauentag herausgehoben, aber auch die Betreuung und Pflege der Streuobstwiesen die Patenschaft des Kettiger Baches und die aktuelle Hilfe bei den Flüchtlingen.
Die gute und Freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Förder -und Wohnstätte mit den vielen gemeinsamen Projekten wie Apfelsammlung oder den 2013 gegründeten Kulturstammtisch waren ebenso bei den Reden ein Thema wie die Betreuung des Rhein-Burgen Weges oder die Heimatkundlichen Führungen und Begehungen der letzten Jahre.
In seinem Rückblick erwähnte Oliver Hartmann auch das Engagement und den Einsatz bei der Anti Atombewegung oder den Kampf gegen den rechten Terror, Fremdenhass und Hetze gegen Flüchtlinge. Nicht zuletzt verwies er auf die Erfolge des leidenschaftlichen Naturschützers Elmar Hillesheim, dessen größtes Projekt die Flusslandschaft des Jahres 2008/09 die Nette auch sein letzter Erfolg war bevor er 2009 nach schwerer Krankheit verstarb.
In Sinne von Elmar und des Naturschutzes und den Slogan „Naturnah – Sozial – Heimatverbunden“ wollen die Kettiger Naturfreunde sich weiter einsetzen und sich für die Sache in der Zukunft engagieren. Zum Abschluss bedanke sich Hartmann bei allen Gästen, Ehrengästen und Helfern für deren Festreden und Unterstützung bevor es zum gemütlichen Teil überging und die Feier allmählich ausklang.

Klimaschutz zuerst! – Rechtspopulismus? Nein danke!

Klimaschutz zuerst! – Rechtspopulismus? Nein danke!

Bündnis Klimaschutz Mittelrhein mischt sich in den Wahlkampf ein und plant zahlreiche Aktionen 

Das Bündnis Klimaschutz Mittelrhein, ein überparteiliches Netzwerk von bereits 17 Verbänden aus Klima-, Umwelt- und Naturschutz aus dem Raum Koblenz-Neuwied-Westerwald, wird sich ab sofort in den Wahlkampf einmischen. „Leider wird zurzeit das Thema Klimaschutz von den meisten Parteien totgeschwiegen. Obwohl in Paris eine Begrenzung der Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad verbindlich vereinbart wurde, duckt die Politik sich weg. Der CO2-Ausstoß verharrt auf hohem Niveau. Das ist unverantwortlich gegenüber kommenden Generationen und das wollen wir ändern“, so Peter Thelen von den Naturfreunden Kettig und der BI gegen das AKW Mülheim-Kärlich.

Das Bündnis Klimaschutz fordert deshalb, dass sich alle Politiker und Verwaltungen bei ihren Maßnahmen immer die Klimaschutz-Wirkungen ihrer Entscheidungen vor Augen halten. „Klimaschutz zuerst!“ gelte auch für die Wirtschaft, Haushalte, Verkehr oder Verbraucher. Egbert Bialk vom BUND betont: „Die Politik muss hier klare Rahmen setzen, wenn wir die Klimaziele noch erreichen wollen. Das werden wir sehr deutlich einfordern.“ Dazu gehören:

– Schnellere Abwicklung der Atomkraft. Thelen: „Die Energiewende hat die gefährlichen AKW überflüssig gemacht, bei Rückbau und sicherer Mülllagerung sind nun riesige Probleme zu lösen.“
– Kohleausstieg sofort. Keine Energietechnologie schädigt Landschaft, Klima und Gesundheit schlimmer als die Kohlekraft;- Ausbau der Erneuerbaren und Abbau von Bürokratie bei Wind- und Sonnenkraft. Erhaltung der Genossenschaften, Speichern statt Riesenstromtrassen;
– Energiesparanstrengungen, auch im Bereich Wärme und Verkehr, Lenkung durch CO2-Abgaben, raus aus der Verschwendungswirtschaft;
– Verkehrswende: Verbrennungsmotor ist eine Technik von gestern. Stoppt die Abgas-Betrüger! E-Autos nur mit Ökostrom, attraktiver Nahverkehr, Förderung von Rad- und Fußverkehr;
– Agrarwende und fairer Welthandel: Klima- und Naturschutz durch Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft und regionale Märkte statt der Agrarindustrie, Informationen über gesunde, fleischreduzierte Ernährung.

Erste Aktionen im Internet laufen bereits an, z.B. www.klima-first.de, gestartet von Frank Simonis, Neue Energie Bendorf. Viele Kandidaten werden in Kürze zu ihrer Klimapolitik befragt, Straßenaktionen und CO2-freie Touren folgen im Sommer und im November die aktive Teilnahme am Bonner Klimagipfel. Simonis: „Wir sind der festen Überzeugung, dass nur unsere aktive Zivilgesellschaft der Politik auf die umwelt- und klimapolitisch notwendigen ‚Sprünge‘ helfen kann.“

Das Klimabündnis tritt ausdrücklich den Politikern entgegen, die die Klimaproblematik unverhohlen leugnen. „Gerade rechte Gruppierungen wie die AfD sind Sammelbecken von Klimaskeptikern und Atomfreunden“, so belegt Helmut Gelhardt von der Kath. Arbeitnehmer-Bewegung KAB. Ein Sprecher für Energiepolitik der AfD, Günter Keil, habe erklärt, der Atomausstieg sei „ein dunkles Kapitel deutscher Energie- und Umweltpolitik“. Sein Kollege Stephan Boyens meinte, der Klimawandel sei Panikmache und die Anstrengungen Deutschlands CO 2 einzusparen, ergäben wenig Sinn. Gelhardt: „Ursachen und Folgen des Klimawandels werden ins Lächerliche gezogen, unzweifelhafte Erkenntnisse des Weltklimarats (IPCC) ohne Sachbegründung einfach verworfen. In der Agrarpolitik schlägt sich die AfD nur vorgeblich auf die Seite des „kleinen Mannes“, kritisiert, dass die bäuerlich-ökologische Landwirtschaft die Preise für Lebensmittel in die Höhe treibe. Mit solchen rückwärtsgewandten Anschauungen der rechten Gruppierungen und deren verquerer Ideologie ist kein Staat zu machen und schon gar keine Umwelt- und Klimapolitik, die für das Überleben dieses Planeten – für die Bewahrung der Schöpfung – unerlässlich ist. Wir werden allen Demokratiefeinden entschieden entgegentreten und sagen klar und deutlich: Rechtspopulismus? Nein danke!“

Infos und Ansprechpartner:
NaturFreunde Kettig –
Naturfreunde-kettig@gmx.de oder unter 02637 8914

25 alte Platanen am Rheinufer wurden gefällt

Die 25 Platanen am Weißenthurmer Rheinufer sind seit einigen Wochen Geschichte.
Die Kettiger Naturfreunde hatten gemeinsam mit einigen Bürgerinnen und Bürgern aus Weißenthurm, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden 2 Jahre vergeblich versucht den alten Baumbestand vor dem abholzen zu retten. Leider scheiterte diese Vorhaben weil niemend in Weißenthurm bereit war ein Bürgerbegehren einzuleiten.
Auch wurde in der Presse sehr einseitig über die Bäume in der Vergangenheit seitens der Stadt Weißenthurm berichtet. Dort wird der Eindruck vermittelt die Bäume seien alt und krank gewesen und nicht sanierbar. Dies ist nachweislich laut einem Gutachten von 2013 eine falsche Darstellung. Laut diesem Gutachten befanden diese sich in ihrer Vitalität in einem guten bis zufriedenstellenden Zustand. Die aufgeführten Schäden an den Bäumen sind in der Hauptsache auf falsche und nicht fachgerechte Pflege zurück zu führen, so der Gutachter.
Natürliche Lebensräume für div. Tiere wie Vögel oder Fledermäuse gab es nur in den alten Bäumen die bereits Löscher oder Höhlungen von abgebrochenen Ästen aufgewiesen hatten. Es wird weiter darauf verwiesen das diese Schäden mit hinnehmbaren Aufwand beseitigt und wieder zu beheben gewesen wären. Einige Bäume befanden sich sogar in einem guten Zustand mit nachhaltig positiver Entwicklungsperspektive. Im Kostenvergleich ist eine komplette Fällung aller 25 Platanen und deren Neuanpflanzung in jedem Fall teurer als die vorhandenen Bäume zu sanieren und zu erhalten.
Die Begründung die Bäume seien inzwischen zu alt können wir nicht nachvollziehen, da Platanen nachweislich bis zu 250 Jahre alt werden können.
Bei einer Nachbepflanzung durch junge Bäume sind diese Voraussetzungen für die Tiere nicht gegeben. Somit zerstört man deren Lebensraum für sehr lange Zeit manchmal gar unwiderruflich. Diese alten Platanen bildeten ihr eigenes Ökosystem und waren Brutstätten vieler Tierarten. Des weiteren weisen wir drauf hin, das es laut Gutachten keinerlei Sicherheitsbedenken gab. Der alte Baumbestand prägte das Ufer maßgeblich positiv. Ebenfalls wird zu bedenken gegeben, dass eine Bezuschussung vom Land für die Umgestaltung erfolgt, jedoch gibt’s kein Geld die Bäume zu sanieren, bzw. fachgerecht zu schneiden. Es scheint so als ob die Prioritäten nicht bei der Verschönerung der Stadt liegen, sondern es sich nur um den Zuschuss dreht. Das Geld hätte man sicher an anderen Stellen der Stadt sinnvoller zur Neugestaltung einsetzen können. Alles zusammen haben die Stadtplaner diese seit Jahren vorliegenden Anliegen, Argumente und gesammelten Unterschriften der Bürger von Weißenthurm nicht weiter beachtet und ihr Projekt ohne Kompromisse durchgesetzt.

Feier zum Internationalen Frauentag in Kettig

Über 100 Jahre ist es her, dass Textil Arbeiterinnen aus den USA 1911 auf die Straße gingen und zum ersten mal für Ihre Rechte der Frauen kämpften.
Beim der Jährlichen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag der Kettiger NaturFreunde konnten die überwiegend weiblichen Gäste bei Kaffee und Kuchen zum gemütlichen Plausch zusammenkommen. Beata Hillesheim begrüßte die Gäste aus Kettig und den benachbarten Orten, besonders aber die Syrischen Frauen die seit 2014 in Kettig leben. Frau Hillesheim berichtete von Frauen aus heutiger Zeit, die leider immer noch weltweit aber auch hier bei uns in Deutschland benachteiligt sind im Beruf und auch Privat.
So ist das Thema Gewalt gegen Frauen kein Tabu -Thema und man konnte erfahren das in Deutschland jede 4 Frau gewalttätigen Handlungen von Männern ausgesetzt sind bzw. damit Ihre Erfahrungen gemacht haben. So beteiligten sich die Naturfreunde erstmalig an der jedes Jahr stattfindenden Weltweiten Demo gegen Gewalt an Mädchen und Frauen „One Billion Racing“ in Koblenz HBF am 14. Februar 2017.
Auch wenn sich schon einiges verbessert hat, so Beata Hillesheim, muss der Kampf für eine völlige Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft unvermindert weiter geführt werden.
Als kleines Highlight konnten die Damen am Schluss der Veranstaltung bei einem
Quiz über Kettig und die Naturfreunde ein Frühstück für 2 Personen, eine kostenlose Mitgliedschaft für 1 Jahr bei den Naturfreunden und eine Kostenlose Teilnahme an einer Veranstaltung nach Wahl gewinnen.

Rechtspoulismus entgegentreten mit Aufklärung und sozialer Gerechtigkeit

Mit sozialer Gerechtigkeit und Aufklärung Rechtspopulisten entgegentreten

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der NaturFreunde Kettig konnte sich der Vorsitzende Oliver Hartmann über eine gut besuchte Versammlung freuen.
Nach der Begrüßung, der Feststellung der Beschlussfähigkeit, und des Totengedenken, konnte er in seinem Jahresrückblick von vielen Veranstaltungen und Aktivitäten berichten. Dabei standen 3 große Themen und Ereignisse 2016 im Vordergrund. Zum einen die Flüchtlingshilfe die Dank Jasminka Strempel sehr intensiv und erfolgreich ausgeführt werden konnte. Eine Infostelle für Flüchtlingsfragen in Kettig wurde in Kooperation der NaturFreunde Kettig mit der Initiative „Helfende Hände der Verbandsgemeinde Weißenthurm“ eröffnet. Bürgermeister Georg Hollmann und Ortsbürgermeister Peter Moskopp zeigen sich über die Eröffnung sehr erfreut. Viele Flüchtlinge seien inzwischen in Vereinen aktiv. Peter Moskopp berichtete, dass die bisherige Integrationsarbeit sehr erfolgreich war.
Als zweites die im Rahmen der Landeskonferrenz der Naturfreunde RLP stattfindende 25 Jahr Feier der Naturfreunde Deutschlands, Ortsgruppe Kettig.
Dort waren viele Ehrengäste anwesend, u.a. Schirmherr Landrat Dr. Saftig. Der Vereinsarbeit wurde viel Lob und Anerkennung zuteil. In diesem Rahmen wurde das Gründungsmitglied und stellv. Vorsitzende Beata Hillesheim die Ehrennadel für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Verein verliehen. Als drittes dann die Gründung eines regionalen Natur und Klimabündnisses mit inzw. 17 Organisationen und Vereinen im Raum Koblenz- Neuwied und Westerwald. Außerdem berichtet Oliver Hartmann über viele weitere Aktivitäten, die im Rahmen der NaturFreunde Kettig stattgefunden haben, wie z.B. die 25. Vogelstimmenwanderung, Planwagenfahrt auf der Schmidtenhöhe, Kulturstammtisch (Bericht von Bruder Michael Schmitz, Missionar aus Afrika- Ghana), Herbst- & Handwerkermarkt, Pilzwanderung am Laacher See, die Adventsfeier gemeinsam mit den Flüchtlingen in der Förder- und Wohnstätte und der Weihnachtsmarkt in Kettig, mit Unterstützung der Pfadfinder, bei dem ein größerer Gewinn erwirtschaftet wurde, von dem 2/3 an den Sozial- und Kulturfond der OG Kettig gespendet wurde.
Bei der Mitgliederentwicklung setzt sich der positive Aufwärtstrend erfreulicher Weise auch 2016 und 2017 weiter fort so das man jetzt einem stabilen Mitgliederstand hat. Beim Kassenbericht von Silvia Nesseler der stellv. von Jennifer Nesseler vorgetragen wurde, konnten sich die Mitglieder über eine gute Finanzlage freuen mit leichten Gewinn in 2016. Andree Garmijn (Mitarbeiter „Helfende Hände“ der Verbandsgemeinde Weißenthurm) berichtet über die Arbeit in der Flüchtlingshilfe vor Ort. Es wurden u.a. Flüchtlingshilfen / Netzwerke in Kettig, Weißenthurm und Mülheim-Kärlich errichtet.
Herr Garmijn erzählt, dass zu Beginn etwa 40 Flüchtlinge wöchentlich kamen, es inzwischen aber nur noch durchschnittlich 8 sind. Die Lage hat sich sehr entspannt. Aus der Flüchtlingshilfe entstanden nach und nach Freundschaften. Stellv. für die Kassenprüferin Claudia Hartmann, liest Oliver Hartmann dessen Kassenprüfbericht vor in dem nichts beanstandet wurde und somit einstimmig die Entlastung des Vorstandes und der Kasse erteilt wurde.

Bei den anschießenden Vorstandswahlen gab es dann gleich 3 neue, die für die ausgeschiedene Beisitzerin Karin Hartmann, den Beisitzer Friedhelm Schmidt und der bisherige Schriftführerin Julia Müller angetreten sind. So wurden als neue Schriftführerin Tanja Friedrich, neue Beisitzer Achim Theisen und Jennifer Nesseler gewählt. Oliver Hartmann bleibt Vorsitzender, Beata Hillesheim Stellvertreterin und Silvia Nesseler Kassiererin. Im Amt bestätigt wurden auch die beiden Kassenprüferinnen Claudia Hartmann und Anja Müller.

Der „neue“ 1. Vorsitzende Oliver Hartmann teilte das neue, aktuelle Jahresprogramm an alle Mitglieder aus und stellte die neuen und wichtigen Veranstaltungen für 2017 kurz vor.
Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wurden dann in einem vorgezogenen TOP geehrt.
Für 20 Jahre Vorstandsarbeit als Schriftführerin und Beisitzerin ehrt der Vorsitzende stellv. für den Vorstand und alle Mitglieder, Frau Karin Hartmann und bedankt sich für ihr großes Engagement und den aktiven Einsatz für den Verein der NaturFreunde Kettig. Ihr wurde eine Urkunde und ein Präsentkorb überreicht.
Für 4 Jahre tatkräftiger Unterstützung als Beisitzer im Verein, verlässt auch Friedhelm Schmidt den Vorstand. Der Vorstand bedankt sich bei ihm für die geleistete Arbeit und überreicht ihm eine Urkunde sowie eine Flasche Wein. Auch Julia Müller (nicht anwesend) legt nach 2 Jahren ihr Amt als Schriftführerin, aus zeitlichen Gründen, nieder. Auch hier gab es Dank und Anerkennung für ihre Arbeit und Unterstützung in der Vereinsarbeit.

Beim diesjährigen Referenten konnte Helmut Gelhardt von der „Katholischen Arbeiterbewegung Bendorf-Mülhofen“ die Mitglieder und Gäste beim aktuellen und brisanten Thema „Rechtspopulismus in Deutschland“ mit erschlagenen Fakten und Zitaten aus der Rechten Szene überzeugen. Nur mit sozialer Gerechtigkeit und entsprechender Aufklärung über die Ziele der Rechten sei es möglich, diesem zur Zeit in Mode gekommenen ewig gestrigen entsprechend Paroli zu bieten. Ziel muss es sein die gefestigte Demokratie die uns über 70 Jahren Frieden und Wohlstand gebracht hat zu verteidigen gegen Fremdenhass, Nationalismus, Ausgrenzung anderer Menschen mit anderen Glauben, Hautfarbe oder Nationalität. Hin zu einer Weltoffenen und BUNTEN Gesellschaft die keine Ängste schürt, keine Tatsachen verdreht oder gar den Holocaust leugnet wie mehrere Vertreter Rechter radikaler Parteien dies immer wieder tun. Die große Mehrheit der Deutschen hat aus der Vergangenheit gelernt und will keine Diktatur wie sie AfD und andere gerne wieder hätten. Fremdenfeindlichkeit hat sich noch nie bewährt und ist der Feind des guten Miteinanders und des friedlichen Zusammenlebens aller Länder und Völker dieser Erde. Um so erfreulicher war die große Resonanz bei der Demo in Koblenz am 21. Januar wo über 5000 Menschen gegen diese braune Gesinnung, die in der Rhein-Mosel Halle tagten, demonstrierten und sich deutlich gegen diese Stimmungsmacher und Rassisten aussprachen. Auch die Kettiger Naturfreunde haben mit einigen Vertretern Flagge für unsere Demokratische und offene Gesellschaft gezeigt. Herr Gelhardt bedankte sich nach seinen Ausführungen für das große Interesse und die positive Resonanz und wurde mit einem Präsent vom Vorsitzenden Hartmann verabschiedet.
Dieser bedankte sich in seinem Schlusswort bei allen Mitgliedern und Gästen sowie allen Unterstützen für Ihr kommen mit dem Naturfreunde Gruß „Berg Frei“.

Über 5000 Menschen gegen Rechtspopulisten in Koblenz am 21. Januar 2017

Der Aufruf wird mittlerweile von über 250 Organisationen und Einzelpersonen unterstützt (und ist auf unserer Homepage einsehbar).
Bei Facebook haben weit über 1000 Menschen angekündigt an der Veranstaltung teilzunehmen.
Wir freuen uns, dass sich so viele unsererm Bündnis „Koblenz bleibt bunt“ angeschlossen haben, gemeinsam werden wir am Samstag ein friedliches Zeichen setzen!

Wer in der Demokratie schläft – wacht in der Diktatur auf!

Beginn Koblenz bleibt bunt:
11 Uhr Hauptbahnhof
Anschließend Demonstration durch die Stadt mit Begleitung von Piri-Prir
Etwa 12:30 Uhr: Zwischenstop in der Nähe der Rhein-Mosel-Halle, gemeinsames Singen der Ode an die Freude
Abschluss am Reichenspergerplatz

Bei den Kundgebungen wird es eine Mischung von Redebeiträgen und kulturellen Beiträgen geben.
Zugesagt haben unter anderem:
– Dietmar Muscheid (Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz / Saarland)
– Ministerpräsdentin Malu Dreyer
– Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des europäischen Parlaments
– Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg
– Ali Yener, IGM Koblenz
– Musiker der Rheinischen Philharmonie
– Kutlu von der Microphone Mafia
– Becker & Becker
– Piri-Piri

Infos bei Facebook:
https://www.facebook.com/events/1618408341800114/

Im Anschluss an die Veranstaltung „Koblenz bleibt bunt!“ findet ab 14:30 Uhr der Neujahrsempfang des Beirats für Migration und Integration statt.

Informationen zu weiteren Veranstaltungen:
Freitag,20. Januar, 17 Uhr, Löhrrondel+Jesuitenplatz+Rhein-Mosel-Halle: Flashmob „Öffentliche Chorprobe Ode an die Freude“
Infos bei Facebook: https://www.facebook.com/KoblenzBUND/

Freitag, 20. Januar, 19 Uhr, Hauptbahnhof: Antifaschistische Tanzdemo gegen Rechtspopulismus
Infos bei Facebook: https://www.facebook.com/events/1448196561928357/

Samstag, 21. Januar, 14 Uhr, Deutsches Eck:: Mahnwache „Brücken schlagen statt Mauern bauen“des DPSG (Pfadfinder)
Infos bei Facebook: https://www.facebook.com/events/474286886292712/

Gemeinsam GEGEN Rechts – gegen Hassparolen, gegen Aufhetzer, gegen Stimmungsmacher, gegen Stammtischparolen, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Rassismus, gegen Meinungsmache, gegen ewig gestrige, gegen Nationalismus, usw usw usw……..!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kommt um Flagge zu zeigen – Wir sind BUNT – nicht braun!!!!!!!

Muslime & Christen feiern gemeinsam Advent in Kettig

In unruhigen Zeiten setzte die „Besinnliche Adventsfeier“ in der Cafeteria der Förder und Wohnstätte in Kettig ein Zeichen zur Völkerverständigung und Integration vor Ort.

Herbergssuche damals – Flüchtlinge heute, das war der Anlass zur gemeinsamen Feier in der gut besuchten Cafeteria der Facheinrichtung für Menschen mit Behinderung.
Der Vorsitzende der Kettiger Naturfreunde Oliver Hartmann begrüßte die zahlreichen Gäste aus vielen Nationen und die Einheimischen sehr herzlich.
Dabei freuten sich der Gastgebende Förderverein des Hauses und die Naturfreunde besonders über das Kommen der zahlreichen Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Serbien. Der Geschäftsführer der Förder und Wohnstätte Dr. Alfred Marmann führte durch das Programm.

Für die Musikalische Begleitung sorgten Christoph Hofstetter und Monika Unkelbach die mit zwei Weihnachtslieder das Programm begannen, bevor von der Flüchtlingsbeauftragten der Naturfreunde Frau Jasminka Strempel ein Bericht über deren Flüchtlingshilfe vorgetragen wurde.
Dabei erzählte Frau Strempel über die Anfänge ihrer Hilfe für Flüchtlinge als Übersetzerin im Netzwerk Rübenach. Die gebürtige Kroatin spricht fließend Serbo- kroatisch und konnte so den Flüchtlingen aus den Balkanstaaten viel Unterstützung geben. Angefangen mit zahlreichen Sachspenden bis hin zur Begleitung zu Behörden und Ärzten, engagiert sich Frau Strempel seit fast 2 Jahren für die unverschuldet in großer Not geratenen Menschen. „Die Arbeit hat sich seither verändert“ so die Urmitzerin.
Heute sind Freundschaften entstanden, man wird eingeladen, besucht sich und hat vertrauen gewonnen.

Nach einem Video über zwei Flüchtlinge in dem ein Deutscher von seiner Flucht im Jahre 1945 und der anderer Flüchtling von seiner Flucht 2015 berichten, erzählte Frau Rosemarie Marx aus Mülheim-Kärlich sehr bewegend Ihre Erinnerungen an die Flucht ihrer Familie im 2 Weltkrieg als Sie noch Kind war. Heute engagiert sie sich aufgrund ihrer eigenen Fluchterfahrung in der Flüchtlingshilfe.
Dr Marmann interviewte eine syrische Familie, die inzwischen in Kettig lebt und deren Flucht.Die zwei jugendlichen Töchter konnten den Gästen eindrucksvoll in gutem Deutsch die Stationen ihrer Flucht seit 2013 wiedergeben. Von Syrien ging zunächst nach Ägypten, dann nach Libyen und von dort per Boot nach Malta von wo ein Italienisches Schiff sie nach Italien brachte. In allen Ländern, so die beiden Mädchen wollte sie keiner länger haben und sie zogen weiter, bevor sie dann vor ca. 1,5 Jahren nach Kettig kamen. Viele ihrer zurückgelassenen Familie und Freunde sind tot oder vermisst. Ihre Hoffnung ist es, hier nun eine Zukunft, ein neues sicheres Leben und ein zu Hause zu finden.

Zwischendurch gaben Herr Hofstetter und Frau Unkelbach immer wieder einige Weihnachtslieder zum besten.

Hussein aus Afghanistan konnte trotz seiner nicht so guten Deutschkenntnisse den Gästen vermitteln, das es für ihn in seiner Heimat keine Zukunft mehr gibt und er in Frieden und Freiheit in Deutschland leben will.

Nach einer sehr nachdenklichen Geschichte über die schrecklichen Erlebnisse einer Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan vorgelesen von Irene Klank-Wirblauer, thematisierte Eckart Huber an anschaulichen Landkarten und Statistiken die aktuelle Lage in Syrien und im gesamten Arabischen Raum. Er zeigte auf wie sich auch bei den Muslimen mehrere Gruppen wie die Sunniten und Schiiten gespalten haben und sich bis heute in vielen Ländern bekämpfen.

Dem Vater einer serbischen Roma – Familie, die mit 5 Töchtern seit ca 2 Jahren hier sind, war sichtlich anzumerken, wie groß seine Angst vor einer Abschiebung ist und wie sehr sich diese Familie ein „normales“ friedliches und glückliches Leben mit Zukunft für ihre Töchter wünschen. Doch diese müssen wieder zurück, haben kein Bleiberecht, gehören zu den so genanten sicheren Drittstaaten. In Serbien haben sie keine Aussicht auf Arbeit oder gar eine Wohnung, Roma und Sinti sind auch dort ausgegrenzt von der Gesellschaft und leben in Zeltstädten am Rande der Städte; Hunger und Kälte sind üblich.

Am Schluss der Veranstaltung bedankte sich Dr. Marmann bei allen Gästen und Mitwirkenden sehr herzlich und lies durch Oliver Hartmann an alle zahlreichen Kinder eine Nikolaustüte verteilen. Die Akteure bekamen zum Dank Apfelsaft von der Streuobstwiese der Naturfreunde, bevor Herr Hartmann den Adventsnachmittag mit einem besonderen Dank an Jasminka Strempel für ihre Flüchtlingshilfe und Herrn Marmann für dessen Unterstützung und Zusammenarbeit beendete, allen einen guten nach Hause weg und schöne Feierteige wünschte.

Pilzwanderung am 25. September 2016 am Laacher See

Zu warm und trocken für Pilze

Bei der traditionellen Pilzwanderung der Kettiger Naturfreunde erstmalig am Laacher See wurden in diesem Jahr kaum Pilze gefunden. Grade mal eine Hand voll konnte die Gruppe Pilzliebhaber unter bewährter Führung von Frau Stephanie Shirazi entdecken. Ca 20 Teilnehmer trafen sich am frühen Morgen am Naturfreundehaus am Laacher See,
und wurden von der Naturfreundin und Pilzkennerin Frau Shirazi und dem Vorsitzenden der Kettiger Naturfreunde Oliver Hartmann begrüßt.
Beim gemeinsamen Spaziergang durch den umliegenden Wald wurden dann doch, trotz sehr pessimistischer Voraussagen, das ein oder andere Objekt gefunden. Die fleißigen Sammler hatten grade mal eine Hand voll vorzuweisen um sie der Pilzliebhaberin zur Begutachtung vorzulegen.
Frau Shirazi gab zur Einführung für „Anfänger“ wie all die Jahre den interessierten Pilzfreunden eine theoretische Einleitung mit
guten Tipps und Ratschlägen zu den Pilzen. Die Tochter von Bruno Wörnle erklärte wie man sie erkennt,wo man suchen muss um bestimmte Arten zu finden. So gibt es nur eine Regel beim Pilze sammeln – dass es eben keine Regeln gibt, so erklärte Stephanie Shirazi dies den Pilzfreunden. Faustregel: Einen Pilz den man nicht 100% bestimmen oder Erkennen kann lässt man dort wo er ist. Ein kleine Fehleinschätzung und Bestimmung kann ein böses Ende nehmen. Ein paar giftige Exemplare wie den „Gewöhnlicher Kartoffelbovist“, der „grünblättriger Schwefelkopf“ waren auch dabei. Der giftigste jedoch von allen ist der „Gelbe Knollenblätterpilz“ der bisher jedes Jahr gefunden wurde, wo selbst vor dessen Berührung dringend von der Pilzkennerin gewarnt wurde. In diesem Jahr so freute sich Frau Shirazi landete der äußerst giftige Geselle in keinem der Spankörben.
Vom „Schwefelporling“, „Netzstieliger Hexenpilz“ oder den „Zunderschwamm und Bilkenporling“, habe man nichts zu befürchten, die sind alle Essbar so die Pilzexpertin aus Engers die seit ihrer Kindheit mit ihrem Vater im Wald Pilze sammeln war.
Am Schluss bedankte sich die Leiterin der Pilzwanderung Frau Shirazi im Namen der NaturFreunde Kettig bei allen Teilnehmern.

„Bündnis Klimaschutz Mittelrhein“

Pressebericht vom August 2016 des BKM (Bündnis Klimaschutz Mittelrhein):

„Kommunen müssen endlich ernst machen beim Klimaschutz!“
„Bündnis Klimaschutz Mittelrhein“ warnt Stadt und Kreis vor den Folgen des weiteren Nichtstuns bei der Energie- und Verkehrswende
„Wie viele Temperaturrekorde, wie viele Extremwitterungen und wie viele Überschwemmungen brauchen unsere Stadt- und Kreisoberen noch, bis sie begreifen, dass von ihnen mehr verlangt wird als schöne Konzepte und Absichtserklärungen? Die Gewitterstürme beim Rock am Ring, die voll gelaufenen Häuser in unseren überschwemmten Dörfern und die Ernteschäden in der heimischen Landwirtschaft zeigen doch: Der Klimawandel ist längst da bei uns. Wir alle müssen handeln, auch auf kommunaler Ebene. Je länger man zögert, umso teurer wird es.“, so Egbert Bialk, BUND-Vorsitzender in Koblenz für das „Bündnis Klimaschutz Mittelrhein“. Ein Zusammenschluss von über zehn Natur- und Umweltgruppierungen der Region. Gemeinsam tritt das Bündnis jetzt an die kommunalen Spitzen heran und an die Öffentlichkeit. Die Energiewende und insbesondere der Verkehrssektor sollen neben dem Natur- und Umweltschutz dabei im Mittelpunkt stehen.
Der Umweltmediziner Dr. Thomas Bernhard, auch Sprecher des Solarenergieförderverein, Infostelle Koblenz, begründet warum: „Jedes Jahr wird weltweit die Temperatur im Durchschnitt höher. Amerikanische Klimaforscher haben gerade wieder veröffentlicht, dass bislang jeder Monat des Jahres 2016 jeweils der wärmste Monat war seit Aufzeichnung der Wetterdaten. Nicht nur in Afrika herrscht darum große Hungersnot, auch bei uns treten extreme Schäden auf, da muss die Politik endlich wirksam steuern, zum Beispiel durch eine CO2-Abgabe auf die Rohstoffe Öl und Kohle.“ Bernhard beklagt seit langem, dass auch die Stadt Koblenz viel zu passiv sei bei der Umsetzung des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes. „Noch nicht einmal die bislang erreichte CO2-Reduzierung konnte man uns vorlegen. Diese Daten werden wir im Umweltausschuss am 30. September einfordern, übrigens endlich auch in öffentlicher Sitzung, wozu wir zahlreiche Gäste erwarten. Auf dieser Basis wird klar belegt werden können, was Koblenz braucht: Eine Energiesparinitiative bei den Gebäuden und eine Verkehrswende, also mehr tun für Fußgänger und Radfahrer statt für Autos, und endlich die Anschaffung von sauberen E-Bussen. Jede städtische Investition muss auf seine Klimawirksamkeit kritisch überprüft werden. Nach Paris und dem dort vereinbarten Klimaziel von 1,5 Grad maximaler Erwärmung müssen auch die deutschen Klimaziele nachgeschärft werden, natürlich auch in Koblenz. Investitionsstau beim Klimaschutz ist Katastrophe“
Peter Thelen von den Naturfreunden Kettig und der Bendorfer BI gegen das AKW Mülheim-Kärlich fordert auch für den Kreis Mayen-Koblenz eine ambitionierte Klimaschutzpolitik: „Beim neuen Klimaschutzkonzept brauchen wir von Anfang an ein kompetentes begleitendes Management. Wer hier gleich an Personal spart, hat die bedrohlichen Zeichen der Zeit nicht erkannt“, so Thelen. Priorität für das Umland müsse eine Verkehrswende haben, damit die hohen Schadstoff- und Klimagasemissionen zurückgefahren und ein attraktiver, bürgernaher öffentlicher Verkehrsverbund geschaffen werden. Dies gelte auch für die Nachbarkreise Neuwied, Westerwald, Rhein-Lahn und Rhein-Hunsrück. Thelen: „Die Stadt Koblenz, die im Autoverkehr erstickt, sollte daran ein besonderes Interesse haben.“

Für die nächsten Monate kündigt das Bündnis Klimaschutz Mittelrhein an, direkt an die genannten Kreise und ihre Politiker heranzutreten und Möglichkeiten der konstruktiven Zusammenarbeit auszuloten. Neben Veranstaltungen zum Atomausstieg am 25.8. in Koblenz und der Demo-Beteiligung zu „TTIP stoppen!“ am 17.9. in Frankfurt soll das Thema der CO2-Reduzierung im Mittelpunkt stehen, auch im dann anlaufenden Bundestags-Wahlkampf.

Weitere Infos: zunächst über das Koblenzer Umweltbüro oder den BUND Tel. 0261-9734539 oder bei den NaturFreunden Kettig 02637 8914.