Heimatkundliche Führung im „Eifel-Stonehenge“ durchgeführt

über 40 interessierte Heimatverbundene trafen sich, trotz schlechtem Wetters, am Goloring bei Wolken, nähe der Eisernen Hand.

Nach der Begrüßung durch Patrick Simmer von den NaturFreunden aus Kettig, begann die Führung mit Dr. Wolfgang Zäck in einem ehemaligen Bundeswehrgebäude auf dem Areal. Anhand mehrerer Schautafeln konnte er eindrucksvoll den Zuhörern neues vom Goloring, von seiner Entdeckung bis zu den neusten Ausgrabungen, vermitteln. Dr. Zäck ging auf die Größe der kreisrunden Ringgrabenanlage mit 190 m Durchmesser ein und erläuterte auch die künstlich angelegte innere Erdplattform von ca. 40 m.

Die ersten Ausgrabungen, so Dr. Zäck, führte Josef Röder 1942 durch. Er entdeckte dabei die sogenannte Suhle, die wohl als Initiationsbecken oder als eine Art von Taufbecken diente, und auch die Standspur eines einst vermutlich 8 − 12 m hohen Pfahles in der Mitte des Ringes.

Nach Art und Aufbau gehört der Goloring zu den „Henge-Heiligtümern“ wie auch das auf den Britischen Inseln gelegene Stonehenge. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Kultstätten, die viele 100 Jahre vor Christus errichtet wurden. Um die Anlage herum befinden sich sehr viele Grabhügelfelder, die auch auf eine evtl. religiöse Stätte hinweisen. Dr. Zäck schloss auch einen Versammlungsort für keltische Feste oder ähnlichem nicht aus. Ebenso könnte die Anlage auch als Kalendarium gedient haben. Er verwies hierzu auf Sonnenauf- und Untergangspunkte zu gewissen Jahreszeiten. Darüber wird noch heftigst diskutiert und geforscht.

Wegen des schlechten Wetters machten die Teilnehmer nur einen kleinen Rundgang im Ringgraben bis zur Suhle und zur Mitte, wo einige Besucher sogenannte Erdstrahlen und Energie spüren konnten, wenn es der Regen zuließ. 

Am Schluss bedankte sich der Vorsitzende der NaturFreunde Kettig Oliver Hartmann und Patrick Simmer bei Herrn Dr. Wolfgang Zäck für die Führung, die trotz schwierigem Wetters stattgefunden hat. Als Dankeschön gab es im Namen der NaturFreunde ein kleines Präsent. 

Nach einer Zwangspause wieder Vogelstimmen im Kettiger Bachtal gehört

Bei kühlen Wetter trafen sich in aller Frühe um 04.30 Uhr einige interessierte Menschen um sich in der Natur die Vielfalt an Vögeln mit der Vogelliebhaberin Anja Müller und dem Vorsitzenden der Kettiger Naturfreunde Oliver Hartmann anzuhören und zu sehen. Bei der Begrüßung hieß der Vorsitzende die Teilnehmer nach einer längeren Coronabedingten Zwangspause herzlich willkommen. 

Der Mai Vogel-Spaziergang war von den Naturfreunden Kettig organisiert, von Anja Müller  geleitet, wieder ein überraschend schönes Erlebnis.

Immerhin hörten und sahen die Natur- und Tierliebhaber an diesem besonderen etwas frischen Morgen und dem zarten erwachen der Natur und Tierwelt nach anfänglich entfernten Rufen der Nachtigall und der Amsel dann im Laufe der kommenden 2,5 Stunden immerhin fast 20 Vogelarten!

Nach dem etwas schüchternen Gesang von den sich stets wiederholenden Singdrosseln, vereinzelt singenden Rotkehlchen und Mönchsgrasmücken entstand bei einer sich zaghaften rosarot sich ankündigen Sonne ein immer kraftvoller werdendes Vogelkonzert, dann in voller Stärke. Dabei ist es nicht leicht, einzelne Vogelarten herauszufiltern und zu bestimmen. Erstaunlich war der Artenreichtum bei unseren geliebten Singvögeln. So erfreuten uns ein Hausrotschwanz, Blau- und Kohlmeise, auch frei teils sichtbar singend die Buchfinken und Goldammern. Auch Fasane, Wintergoldhähnchen und der Zilpzalp gaben sich zu erkennen.

Es entstanden viele Fragen und ein lebhaftes Interesse.

Zum Abschied gab es durch ein von Ralf Arnold und Gabi Kohns der Naturfreunde, liebevoll vorbereitetes Frühstück direkt in deren Garten. Vielen Dank und Berg Frei!  

Aktuelles aus der Mitgliederversammlung der NaturFreunde Kettig

Bei der Mitgliederversammlung der NaturFreunde Kettig im Mai 2022 konnte der Vorsitzende Oliver Hartmann die Mitglieder begrüßen und nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit und den Totengedenken berichtete die Kassiererin Birgit Baunach von einem soliden und guten Kassenbestand. Nach dem Kassenprüfbericht von Gabi Kohns wurde die Kassiererin und der Vorstand einstimmig entlastet.


In seinen Rückblick musste der Vorsitzende auf ein sehr reduziertes und abgespecktes  Programm Corona bedingt in 2021 zurückblicken, u.a. die Aufräumaktionen auf der Streuobstwiese.
Ferner erfolgte die Teilnahme / Unterstützung beim Dorferneuerungskonzept für ein grünes Kettig. In der Arbeitsgruppe konnte Ralf Arnold die Aspekte der NaturFreunde für ein grünes Kettig platzieren.

Oliver Hartmann berichtete in diesem Kontext auch über das weiterhin sichtbare Problem der Steingärten, den zu großen Einsatz von Düngemitteln / Pestiziden und die oft radikalen und unangemessenen Baum- und Rasenschnitte von öffentlichen Grünflächen im Zeitalter von Klimawandel und Insektensterben.


Die NaturFreunde unterstützen im Rahmen ihrer Migrationsarbeit aktuell zwei Flüchtlingsfamilien und Frauen und Kindern aus der Ukraine.


Für 2022 ist wieder ein vielfältiges Programm im Angebot. Der thematische Bogen wird hierbei über Heimat, Umwelt und Aktivittäen in der Natur gespannt sein. Auf der Internetseite der NaturFreunde Kettig sind alle Aktivittäen in 2022 aktuell zu recherchieren.


Die NaturFreunde Kettig werden strukturelle Veränderungen und eine neue Aufgabenverteilung in der Vorstandsarbeit entwickeln, um die Ortsgruppe den künftigen Anforderungen entsprechend mit Know-How Trägern neu zu positionieren. Diese wird bei der nächsten Mitgliederversammlung Anfang 2023 vorgestellt werden.


Oliver Hartmann stellte das  Programm der Ortsgruppe Kettig für 2022 vor. Highlights hier: Die musikalische Wanderung mit dem Kirchenchor Kettig über den Streuobstwiesenweg am 09. Juli, die Führung am Goloring am 10.September sowie die bekannte Vogelstimmenwanderung am 15 Mai werden 2022 im Programm nicht fehlen. Eine Planwagebfahrt auf der Schmidtenhöhe von der Nabu Koblenz ist ebenfalls geplant.

Die Mitgliederzahlen sind auch wegen Corona leicht gesunken. Beim Punkt Verschiedenes wurde nochmals Vereinsinterne Themen besprochen. Am Schluss bedankte Sich Hartmann bei den anwesenden Mitgliedern für Ihre Teilnahme und beendete die Mitgliederversammlung. 

Der Natur auf der Spur in Kettig

In der Reihe der Aktionstage für Kinder haben auch dieses Jahr trotz Corona die Kettiger Naturfreunde gemeinsam mit der Kommunalen Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Weißenthurm mit Janka Löhr, und erstmals auch mit Unterstützung der Landesverbandes der NaturFreunde Jugend Rheinland-Pfalz mit Karla Blöcher, wieder ein abwechslungsreiches und spannendes Programm für die 10 Kinder aus der Verbandsgemeinde Weißenthurm auf die Beine gestellt. Diesmal unter erschwerten Bedingungen so das wegen der Corona Verordnung die Kinder in zwei Gruppen mit Betreuern eingeteilt werden mussten um den Mindestabstand einhalten zu können. Auf dem Parkplatz der ehem. Anne Frank Schule in Kettig wurden die Kinder (9 Jungen und 1 Mädchen) von den drei Organisatoren Janka Löhr (VG Weißenthurm) Karla Blöcher (Naturfreunde RLP) und Oliver Hartmann (Naturfreunde Kettig) herzlich empfangen. Nach der Begrüßung ging es über die Elmar Hillesheim Wiese, die durch den Vereinsgründer und leidenschaftlichen Naturschützer an die Förder-und Wohnstätte vermittelt wurde, und die heute ein Teil des beliebten Streuobstwiesenweg ist, aber auch Weidenanbau betrieben wird für die Hauseigene Korbflechterei der Förder und Wohnstätte. An der Streuobstwiese am Keudelsweg angekommen wurde sich in einer Kennenlernrunde bekannt gemacht. Die aufgebauten Tische waren mit viel Bastelmaterial ausgestattet mit Pinseln, Scheren, Blumentöpfen und Kordel. So machten sich die lebhaften kleinen an den Bau eines Ohrenkneifer Häuschens. Bunt bemalt wurden diese dann teils an die Bäume gehangen oder mit nach Hause genommen. Nach getaner Arbeit hatte Janka Löhr inzwischen leckere Sandwiches für alle gezaubert die die Kinder begeistert beim Picknick im Grünen aßen. Nach der kleinen Pause wurden dann auf der 12000 qm großen Wiese allerhand Insekten in kleinen Behältern gesammelt und durch Lupen begutachtet. Viele Heuschrecken, Wanzen, Käfer, Wespen und Ameisen wurden gefangen, aber dann auch wieder frei gelassen. Zum Abschluss wurde dann auf der Elmar Hillesheim Wiese noch ein kleines Natur Quiz veranstaltet bevor es dann für alle Kinder Urkunden und Süsses für ihre Teilnahme gab. Bei der Verabschiedung wünschten sich die Kinder dass es bald wieder ein solches Natur Erlebnis gib. 

Kräuterwanderung in Kettig trotz Corona und Hitze durchgeführt

Bei der inzwischen 5. Kräuterwanderung unter der Leitung von Kräuterpädagogin Frau Katharina Kindgen von der NABU trafen sich im Landschaftsschutzgebiet Kettiger Bachtal viele Interessierte Natur und Kräuterfreunde. Nach der Begrüßung und den Hinweisen zu den Abstandsregeln und der Corona Verordnung des Landes Rheinland Pfalz, wurde den Interessierten Zuhörern zum Beginn durch den  Vorsitzenden der Kettiger Naturfreunde Oliver Hartmann mit einer kleinen Information zu den NaturFreunden Kettig, deren Veranstaltungen und Projekte vorgestellt.  Trotz großer Hitze bei Temperaturen bis 38 Grad waren die Kräuterfreunde Zahlreich erschienen und es fand im Vorfeld eine große Resonanz zu der Exkuersion in Kettig statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt war konnten nicht alle an der Wanderung teilnehmen. Frau Kindgen begrüßte die  Kräuterliebhaber nach einer kleinen theoretischen Einleitung.Nur ein paar Meter weiter am Kettiger Bach, konnte die Biologin auf die Besonderheiten der Eberesche hinweisen, die essbar ist und man auch Marmelade davon kochen kann. Wiederholt verwies Frau Kindgen auf die meist ungeliebten Brennesseln, die zahlreiche Vitamine Mineralstoffe aufweisen und z.B  gut für die Haare sind. Auch die Blüten der Brennnesseln (Nüßchen) sind essbar und man kann sie geröstet genießen. Auch Schmetterlingsflieder wurde entdeckt mit der traurigen Tatsache das die Populationen der Schmetterlinge immer weiter seit 2010 stark gesunken sind. Dies hat auch damit zu tun, das Wiesen todgemäht und Blumen oder Hecken kaputt geschnitten werden bzw. Steingärten angelegt werden, und somit viele Insekten keine Nahrung mehr finden. Bei einer der Holunder Plantagen die es in Kettig häufig gibt verwies Herr Hartmann auf die große Bedeutung des Holunders für Kettig was das größte zusammenhängende Anbaugebiet in Deutschland habe. Auch der „Holunder“ hat viele Vitamine und ist vielfältig verwendbar z.B als Marmelade, Saft, Likör, Sekt oder zum kochen. In früheren Zeiten so Frau Kindgen, hatte der Holunder mehere Rituelle Aufgaben und die Menschen glaubten an seine heilende Wirkung zB bei Zahnfleischentzündungen oder offenen Wunden. Auch wurde er als „Frauenbaum“ bezeichnet, vom Verzehr im Rohzustand riet die Kräuterexpertin jedoch ab.Auf der Elmar Hillesheim Wiese wurde auf den Weidenanbau der Förder- und Wohnstätte aufmerksam gemacht. Dort fand sich unter anderem der „Beifuss“ ein Korbblütengewächs was Ambrosia enthält. Dies wurde früher oft bei Geburten oder Sterbenden verwendet. Auch so glaubten die Menschen damals Schütze es vor Dömonen und Gewitter. Die „Schaafgabe“ sei für Verletzungen geeignet als auch zum Füllen von Enten oder Geflügelbraten. Weiter ging es am Kettiger Bach mit der „Wilden Möhre“ und dem „Rainfarn“. Auf der Elmarwiese trug die Pädagogin für die Kräuterliebhaber ein heiteres Gedicht von Heinz Erhard vor, was den Zuhören viel Spaß  und Abwechslung brachte. Auf dem Rückweg erklärte Frau Kindgen das die Eiche auch zum Gerben benutzt wurde und gut gegen Rachenentzündung sei. Bei der Diestel „Maria Bettstroh“ erfuhren die Kräuterfreunde, dass diese früher von Kindern geerntet wurden um damit Kissen und Matratzen zu füllen. „Finger Weg Pflanze“ so nennt Kindgen die Planzen die für den Menschen hoch giftig sind. So wurde bei der „Hundspetersielie“ eindringlich davor gewarnt diese weder zu verzehren (eine geringe Menge kann zu Tod führen) oder gar anzufassen sei gefährlich.    Frau Kindgen hätte noch viele weitere Kräuter auf dem recht kurzen Stück zw. Anne Frank Schule und Elmar Hillesheim Wiese zeigen und erklären können, doch aus zeitlichen Gründen und wegen der hohen Temperaturen, musste man zum Abschluss kommen. Herr Hartmann bedankte sich bei der Expertin Frau Kindgen und bei allen Teilnehmern für die Interessante Führung im Landschaftsschutzgebiet Kettiger Bachtal.